„Kinder finden neue Wege“

Bischof Fürst ermutigte die Jungen und Mädchen am Mittwoch in Bad Mergentheim zu diesem Engagement, Weihbischof Renz tat dies im oberschwäbischen Biberach. Die 52. Sternsingeraktion steht unter dem Motto „Kinder finden neue Wege“ und lenkt den Blick auf die Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen im Senegal.

Bischof Fürst zollte den Sternsingern Respekt. Sie würden aufbrechen und schauen, „schauen, ob da nicht doch noch Wege sind, wenn alle anderen sagen: Nee, nee, da geht nichts“. Wie Jesus seien sie unterwegs und offen für die Bedürfnisse anderer Menschen, träten ein für jene, die keine Fürsprecher haben. Mit dem besonderen Augenmerk der aktuellen Aktion würden die Sternsinger Jungen und Mädchen im Senegal in gewisser Weise als Geschwister wahrnehmen. Damit stünden sie glaubhaft in der Nachfolge Jesu, des Mensch gewordenen Gottes.

Die Diözesen Rottenburg-Stuttgart und Freiburg sind bundesweit Spitzenreiter im Engagement der Sternsinger. In ganz Deutschland sind jedes Jahr eine halbe Million Jungen und Mädchen unterwegs von Haus zu Haus, allein in Baden-Württemberg sind es mehr als 50.000. Bei der vergangenen Aktion kamen durch den Einsatz bundesweit 39,6 Millionen Euro zusammen, davon ein Fünftel aus Baden-Württemberg. Rund 4,6 Millionen Euro stammten aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart, 4 Millionen aus dem Erzbistum Freiburg. Mit den Sammelergebnissen aus ganz Deutschland konnten das Kindermissonswerk „Die Sternsinger“ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) 2.600 Kinderhilfsprojekte in 110 Ländern finanzieren.

Zum traditionellen Empfang der Sternsinger aus den 27 deutschen Diözesen am 4. Januar bei Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin fahren aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart vier Kinder der Kirchengemeinde St. Andreas in Weinstadt-Endersbach. Die Gruppe aus dem Remstal hatte beim Sternsinger-Wettbewerb die richtige Lösung gefunden und bei der Losziehung Glück gehabt.

Uwe Renz