Kinobesucher sollen Fiktion von Wahrheit trennen

Historisch falsch sei etwa die behauptete Ehe Jesu mit Maria Magdalena, die Vernichtung historischer Quellen durch Kaiser Konstantin oder die Unterdrückung des Weiblichen in der frühen Kirche. Bischof Fürst appellierte an die Kinobesucher, den Film „The Da Vinci Code – Sakrileg“ als fiktionalen Thriller zu betrachten und sich im persönlichen Bild von Jesus nicht durch den Film beeinflussen zu lassen. Der Film stehe in einer Tradition der Kirchenkritik, die mit unwissenschaftlichen Methoden die christlichen Glaubensvorstellungen angreife.

Die biblischen Grundlagen des Glaubens, so der Bischof, seien durch die Jahrhunderte lange historisch-kritische Forschung als gesichert anzusehen. Die Kinobesucher sollten sich nicht von der spannenden Dramaturgie und der gekonnten Darstellung der Protagonisten im Film nicht in ihrem Glaubenswissen und religiösen Grundüber-zeugungen beeinflussen und verunsichern lassen. Die Religionslehrer in der Diözese Rottenburg-Stuttgart forderte der Bischof auf, die Schüler an eine kritische Auseinandersetzung mit dem Film heranzuführen.