Kirche soll in der Schule präsent sein

Ausgangspunkt für die Initiativen sind die Veränderungen, die in den letzten Jahren in Schule und Kirchengemeinde stattgefunden haben. Kinder und Jugendliche verbringen immer mehr Zeit in der Schule, auch am Nachmittag. Der kirchlichen Jugendarbeit, die oft auch am Nachmittag angeboten wird, können sie nicht nutzen. Es gehe nicht darum, jetzt die Kirche in die Schule zu tragen, so die Herausgeber der Broschüre. Die Kirche müsse vielmehr in der Schule präsent sein.

Die kostenlose Broschüre „Kirche und Schule in Kontakt“ stellt Projekte mit religiöser oder sozialer Ausrichtung vor, gibt Erfahrungen wieder und nennt Ansprechpartner, die denen weiterhelfen können, die selbst aktiv werden wollen. Die Palette der Möglichkeiten ist breit: Schülergottesdienste, lebendige Adventskalender, Religionswerkstätten, Friedensgebetskreise, Familienbibeltage, Altenarbeit oder Mitarbeit im Kindergarten.

Neben der Handreichung startet die Diözese das Projekt „Kirche und Schule im Kontakt“, bei dem von Februar 2007 bis Juli 2008 10 bis 15 Seelsorgeeinheiten neue Wege der Zusammenarbeit zwischen Schule und Seelsorgeeinheit erproben sollen. Ein Ausschuss mit Vertretern beider Institutionen soll vor Ort – beraten und unterstützt durch externe Berater – neue Ideen der Zusammenarbeit von Kirche und Schule entwickeln und erproben. Am Ende des Projekts werden die Erfahrungen gesammelt und ausgewertet. Bis zum 15. Dezember 2006 können sich die Kirchengemeinden und Schulen beim Bischöflichen Ordinariat, Hauptabteilung Schulen, Helmut Demmelhuber, Postfach 9, 72101 Rottenburg am Neckar, Tel.: 07472 169-546, Fax: 07472 169-562, E-Mail: schulen(at)bo.drs.de bewerben.

Als drittes Element der kirchlichen Initiative wird ein Fotowettbewerb veranstaltet. Bis zum Einsendeschluss am 31. Mai 2007 sollen Schüler, Lehrer, Mitglieder von Verbänden und Kirchengemeinden oder auch andere Interessierte Berührungspunkte zwischen Schule und Kirche in der Diözese Rottenburg-Stuttgart fotografisch festhalten und mit erläuternden Texten dokumentieren. Vom 5. Juli bis 8. September 2007 werden die Bilder im Foyer des neuen Schlosses in Stuttgart präsentiert. Kultusminister Helmut Rau wird am 5. Juli 2007 die Preisverleihung vornehmen. Mit 300 €, 200 € und 100 € sind die ersten drei Preise dotiert. Die weiteren Gewinner erhalten Buchpreise.