Kirche und Stadt kooperieren klimafreundlich

Als Energiequelle für die Kälte- und für die Wärmegewinnung werden ab Oktober in dem dann sanierten beziehungsweise neu gebauten Bischöfliche Palais Hollzpellets, ein nachwachsender Rohstoff, genutzt. Klimatisiert werden damit die Räume des Ordinariats und des Diözesanarchivs. Am Mittwoch unterzeichneten Generalvikar Clemens Stroppel und der Geschäftsführer der Stadtwerke, Martin Beer, im Rottenburger Rathaus den Energie-Liefervertrag.

Benötigt werden in den Räumen des neuen Kuriengebäudes jährlich rund 1 Million Kilowatt für Wärme und 550.000 Kilowatt für Kälte. Ein Holzpellet-Kessel mit 300 Kilowatt Leistung, ein Blockheizkraftwerk mit 50 Kilowatt E-Heizung und 80 Kilowatt Thermo-Leistung erbringen die Grundleistung; für Spitzenlasten wird der bereits vorhandene 300-Kilowatt-Gaskessel eingesetzt. Dank des mit einem Spezialfilter ausgestatteten Systems werden laut Stadtwerken gegenüber der bisherigen Technik netto 310 Tonnen Kohlendioxid weniger ausgestoßen. Mit Erdgaskessel und herkömmlicher Kompressions-Kältemaschine hätte der Ausstoß laut Stadtwerken jährlich 490 Tonnen betragen. Die Klima-Maschinen für Serverraum und Archiv laufen rund um die Uhr, zu 80 Prozent umweltfreundlich versorgt vom Blockheizkraftwerk. Nur zur Wartung oder an sehr kalten Tagen läuft der Gaskessel.