Kirchensteueraufkommen übersteigt Prognosen um 8 Millionen Euro

Zu berücksichtigen ist dabei, dass die Entwicklung der Kirchenlohnsteuer für diesen Zeitraum nur bei einem Plus 2 % liegt. Die Kirchenlohnsteuer macht ca. 90 % des Gesamtkirchensteueraufkommens aus. Für den Diözesanhaushalt stiegen die Kirchensteuereinnahmen 2006 gegenüber 2005 um ca. 12 Mio. Euro. In ihrer mittelfristigen Finanzplanung ist die Diözese für das Jahr 2006 von einer Steigerung von 1,8 %, also 3,8 Mio. Euro, ausgegangen. Die Mehreinnahmen gegenüber den Prognosen belaufen sich daher auf 8,2 Mio. Euro.

Auch wenn das Jahr 2006 besser verlief als geplant, wird die Diözese Rottenburg-Stuttgart an ihrer mittel- und langfristigen Finanzplanung festhalten. Dabei wurden unter dem Titel „Heute für morgen das Nötige tun“ pastorale Prioritäten festgelegt, die auch nachhaltige Ausgabenreduzierungen beinhalten und die ein langfristig verantwortliches und berechenbares Finanzhandeln sicherstellen sollen.

Nach mehreren Jahren, in denen überwiegend Kirchensteuerrückgänge zu verzeichnen waren, geben die Mehreinnahmen, die jetzt für 2006 zu verzeichnen sind, keinen Anlass, die eingeschlagenen Strategien zu verändern. Langfristig betrachtet, liegt die Diözese hauptsächlich aufgrund Änderungen in der Steuergesetzgebung und konjunkturellen Gründen beim Kirchensteuereingang immer noch unter dem Niveau von 1993.

Wesentliche Faktoren für die künftigen Steuereinnahmen sieht die Diözese im weiteren Konjunkturverlauf und in der Entwicklung der Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Nach den Ausführungen des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg könnte diese Zahl, die im Jahr 2006 erstmals seit 2002 wieder gestiegen ist, in 2007 leicht über dem Niveau von 2006 liegen. Daneben muss sich zeigen, wie sich die Kirchen-Einkommensteuer entwickelt und in welchem Maße Einmaleffekte im Jahr 2006 enthalten waren.