Kirchliche Räte sind aus einer zeitgenössischen Kirche nicht wegzudenken

Das Zweite Vatikanische Konzil habe, so Fürst, eine Neubewertung des Stellenwerts der Laien vorgenommen. Mit den Priestern, Ordenleuten und Laien bildeten sie gemeinsam das „Volk Gottes“ und hätten Anteil an der „Trias der Heiligkeit, des Lehrens und Leitens“. Die Kirche brauche die Mitwirkung vieler. Sie werde durch die Laien zum Salz der Erde. Das Konzil habe mit seinen Äußerungen eine nachhaltige Debatte über die Stellung der Laien und die Art der Mitverantwortung und Mitwirkung in der Kirche ausgelöst, die bis heute andauere.

In den kirchlichen Räten steuerten die Laien ihre Erfahrungskompetenz, ihre Lebens- und Glaubenserfahrungen bei. Ihre Beratung minimiere die bischöfliche Entscheidungsverantwortung und Gestaltungskraft nicht. Im Zentralkomitee der Katholiken, wie auch in den diözesanen Räten bauen die Laien am „Haus der Kirche“ mit. „Wir können dankbar dafür sein, dass mit der Einrichtung der verschiedenen Räte die Laien wichtige institutionelle, personelle und vor allem inhaltliche Schritte im Geist des Zweiten Vatikanischen Konzils getan werden konnten.“