Kollekte für die 1.000 ärmsten Diözesen der Welt

Rottenburg. 22. Oktober 2014. Das Internationale Katholische Hilfswerk missio ruft am Sonntag der Weltmission, dem 26. Oktober, bundesweit die Besucher der katholischen Gottesdienste zur Teilnahme an der größten weltkirchlichen Solidaritätsaktion auf: Die an diesem Tag in Deutschland und mehr als 100 weiteren Ländern gesammelte Kollekte kommt den rund 1.000 ärmsten Diözesen der Weltkirche zugute. Im vergangenen Jahr unterstützte das Bistum Rottenburg-Stuttgart diese globale Solidaritätsaktion mit 359.590 Euro. Bundesweit wurden knapp 3,65 Millionen Euro gespendet.

„Pfarreien und Diözesen in den am wenigsten entwickelten Ländern haben kaum eigene Einnahmen. Wenn sie keine Partnerschaften mit Diözesen aus reicheren Ländern haben, ist es für sie schwierig, ihre pastorale und soziale Arbeit zu finanzieren.“ Vor allem für diese Diözesen sei die weltweite Kollekte zum Sonntag der Weltmission bestimmt, sagte der missio-Diözesandirektor im Bistum Rottenburg-Stuttgart, Domkapitular Heinz Detlef Stäps.

Die Kollekte schließt den Monat der Weltmission der katholischen Kirche ab, der traditionell im Oktober stattfindet. missio lädt dazu jedes Jahr eine andere Ortskirche aus Afrika, Asien und Ozeanien nach Deutschland ein. Vom 5. bis zum 26. Oktober waren unter dem biblischen Leitwort „Euer Kummer wird sich in Freude verwandeln“ ein Dutzend Christinnen und Christen der katholischen Kirche aus Pakistan in rund 300 Veranstaltungen zwischen Flensburg und München zu Gast, um über ihren Alltag zu berichten.

Spendenkonto mit dem Stichwort „Kollekte Sonntag der Weltmission“:
Pax-Bank eG, Konto 122 122, BLZ 370 601 93, IBAN DE23370601930000122122

Das Internationale Katholische Missionswerk missio Aachen ist eines der großen Hilfswerke in Deutschland und fördert die katholische Kirche in 74 Ländern in Afrika, Asien und Ozeanien. Im vergangenen Jahr wurden 941 Einzelmaßahmen seiner Partner mit 49,1 Millionen Euro finanziert. Dieses Geld stärkt die pastorale, soziale und interreligiöse Ar­beit, die Infrastruktur sowie die Ausbildung von Laien, Priestern und Ordensleuten der katholischen Kirche in diesen Kontinenten. Mit ihrer Arbeit erreicht die Kirche dort aber nicht allein die Christen, sondern trägt zur Verbesserung der Lebensumstände der gesamten Gesellschaft bei. In vielen Ländern Afrikas, Asiens und Ozeaniens ist die Kirche oft noch die einzige Institution, die alle Menschen erreicht, da staatliche Strukturen schwach sind.

Manuela Pfann