Konsequente Zeugenschaft für den auferstandenen Christus

Dies hat Bischof Gebhard Fürst am Ostermontag im oberschwäbischen Schweinhausen (Kreis Biberach) aus Anlass des 200-jährigen Bestehens der dortigen Kirchengemeinde Mariä Himmelfahrt betont. Die biblische Erzählung von den Emmaus-Jüngern, denen der Auferstandene als zunächst unbekannter Wegbegleiter erschienen war und die diesen dann am gemeinsamen Brotbrechen erkannt hatten, stand im Mittelpunkt der Predigt des aus Rottenburg angereisten Bischofs. Bischof Fürst wies auf den 1870 in Schweinhausen geborenen Rottenburger Bischof Joannes Baptista Sproll hin, der wegen seines Widerstands gegen die Nationalsozialisten im Jahr 1938 aus Rottenburg vertrieben und nach Bayern ins Exil geschickt worden war, und betonte: „Wer zu den Menschen geht, kann sich dem Mit-Leiden, ja dem Leiden nicht entziehen.“ Der „unvergessene Bischof Joannes Baptista Sproll“, so Gebhard Fürst, habe „in seiner Zeit eindrucksvoll und konsequent bis zuletzt vorgelebt, was Zeugenschaft Jesu in der Gegenwart heißen kann“. Die Erinnerung an den Rottenburger Bekennerbischof sei „ein auch in unserer Zeit notwendiger Aufruf“, damit Christen und Gemeinden Zeugen des Glaubens seien. Sprolls Wahlspruch „Fortiter in fide“, auf deutsch: „Tapfer im Glauben“, sei „in besonderer Weise ein mutmachender Hinweis angesichts auch der Herausforderungen, die in unserer Zeit auf uns warten“, sagte Bischof Fürst. Mit Augen, denen durch den Osterglauben neue Hoffnung geschenkt sei, schaue man an Ostern sowohl auf die biblischen Emmaus-Jünger als auch auf Bischof Sproll: „die einen auf ihrem Weg mit der Enttäuschung nach der Katastrophe der Kreuzigung, der andere, der tapfer im Glauben gegen die Anfechtungen und gegen den Terror und die Gewalt seiner Zeit den Machthabern widerstanden hat“, betonte Bischof Gebhard Fürst.