Kraftreservoir für sozialen Arm der Kirche

Mit Blick auf eine kontinuierlich steigende Zahl von Pflegebedürftigen in Deutschland mahnte Ordinariatsrätin Irme Stetter-Karp am Donnerstag in Stuttgart verstärkte Werbung für karitative Vereine und Gemeinschaften an. Sie seien „unersetzliches Kraftreservoir für den sozialen Arm der Kirche“, indem sie finanzielle und ideelle Ressourcen unter anderem für die Arbeit von Sozialstationen bildeten, sagte die Leiterin der Hauptabteilung Caritas der Diözese Rottenburg-Stuttgart bei einem Fachtag.

Derzeit gibt es auf dem Gebiet der Diözese 300 Krankenpflegevereine und Fördergemeinschaften, meist in Trägerschaft einer Kirchengemeinde. Manche sind ökumenisch organisiert, einzelne auch als Stiftungen oder als Sozialgemeinschaften mit Kommunen. Diese Zusammenschlüsse seien schon immer wichtige Stütze auch für die Sozialstationen gewesen, sagte Stetter-Karp. Sie ermöglichten auch heute „ein Plus an Dienstleistungen, die von den Kassen nicht erstattet werden“. Stetter-Karp betonte, um die Zukunft der fördernden Krankenpflegevereine zu sichern, sei neben verstärkter Werbung eine intensivere Fortbildung der haupt- und der ehrenamtlich engagierten Mitarbeiter nötig. Nach Daten des Statistischen Bundesamtes werden von den 2,3 Millionen Pflegebedürftigen in Deutschland 70 Prozent zu Hause versorgt, in zwei von drei Fällen durch Angehörige.