Kraftvolle Formensprache

Eine „kraftvolle Formensprache“ habe er, sagen Fachleute. Seine Stadt richtet in ihrem Stadtmuseum eine bis 29. Juli dauernde Ausstellung „Gerhard Tagwerker – 50 Jahre Skulptur“ aus. Bei der Vernissage am 19. Februar spricht auch der in der Diözese für Kunst zuständige Weihbischof Johannes Kreidler.

1932 in Klagenfurt geboren, kam Tagwerker zweijährig ins böhmische Teplitz-Schönau. Nach 1945 wurde die Familie von dort vertrieben. In Bamberg machte er nach dem Gymnasium eine Lehre als Bildhauer und Stuckateur, arbeitete dann unter anderem im Bamberger Dom. In den 50er-Jahren kam er als Meister und diplomierter Jazzmusiker nach Stuttgart, wo Gotik-Fachleute für den Wiederaufbau der Stiftskirche gesucht wurden. Angeregt und begleitet von Herbert Hajek, absolvierte er ein Kunststudium. Immer mehr Aufträge für Kirchengestaltungen bekam Tagwerker in Kooperation mit dem jüngst verstorbenen Architekten Eberhard Steim.

Neben vielen Kirchenräumen zählen zu den Hauptwerken Tagwerkers Arbeiten wie die in St. Peter bei Freiburg stehende Großplastik „Edith Stein“, die Bischof-Georg-Moser-Skulptur in Stuttgart oder das Relief „Christus trägt uns als sein Kreuz“ am Rottenburger Bischofshaus. Einen Namen machte sich der Künstler auch als Pädagoge. Von 1972 bis 1997 unterrichtete er Kunst an Filderstadts Spranger-Gymnasium, begründete und leitete dort die Jazz-AG.

Hinweis: Ein Videobeitrag findet sich ab 19. Februar auf www.drs.de, Rubrik „DRS Media“.