Kreativ gegen Arbeitslosigkeit

Insgesamt beträgt die Fördersumme für die vier Projekte 73.100 Euro, so Martinusmantel-Geschäftsführer Hans-Peter Mayer. Die geförderten Projekte sind der „Werkhof Ost" des katholischen Nachbarschaftshilfevereins JuFuN in Schwäbisch Gmünd, "INTAKT Q10plus" des Caritasverbands Fils-Neckar-Alb, das Projekt "Allore Carlo" des Carlo-Steeb-Hauses in Stuttgart und "AQuaLeo - Arbeit und Qualifizierung in Leonberg" des Caritasverbands Schwarzwald-Gäu.

Der Werkhof Ost bildet Erwerbslose, teils mit Migrationshintergrund, zu Quartiershelfern aus, die haushaltsnahe Dienstleistungen für Senioren erbringen. Bei "INTAKT Q10plus" werden Jugendliche und Arbeitslose mit Arbeitsvermittlungshemmnissen trainiert. Das Projekt "Allore Carlo" gibt durch Beschäftigungsmöglichkeiten ehemals wohnungslosen Menschen wieder eine Aufgabe. "AQuaLeo“ hilft italienischen Frauen beim (Wieder-)Einstieg in den Beruf. Einschließlich der neu aufgenommenen Projekte fördert die Aktion Martinusmantel im laufenden Jahr 15 Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen mit einem Gesamtvolumen von 446.000 Euro. Gegenüber den Vorjahren stellt dies nach Angaben des Geschäftsführers einen Rückgang dar, da die Einnahmen aus Spenden und der Martinuskollekte mit 314.000 Euro leicht rückläufig waren. Der Fehlbedarf wird aus dem Diözesanhaushalt aufgestockt.

Der Vergabeausschuss erwartet, dass dank der Aktion Martinusmantel in den kirchlichen Arbeits- und Qualifizierungsprojekten Beschäftigungshilfen für mindestens 200 schwer vermittelbare Arbeitslose umgesetzt werden. Der Vorsitzende des Ausschusses und Leiter der Hauptabteilung Kirche und Gesellschaft im Ordinariat, Joachim Drumm, blickt mit Sorge auf die Folgen der Finanzmarktkrise und die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. "Wir stehen erst am Anfang“, so der Ordinariatsrat. Menschen ohne nachgefragte Qualifikationen, die schon in guten Zeiten Schwierigkeiten am Arbeitsmarkt hätten, würden sich in härter werdenden Zeiten noch schwerer tun.
Es sei zu bezweifeln, dass die bisherigen Hilfeangebote der kirchlichen Träger zukünftig ausreichen.