Kritisches Fragen an die Kirche als wohlwollende Herausforderung

Rottenburg. 4. September 2014. Verbunden mit herzlichen Glückwünschen zum 75. Geburtstag hat Bischof Gebhard Fürst dem ehemaligen Baden-Württembergischen Ministerpräsidenten Erwin Teufel für seine Verdienste um die Menschen und das Land gedankt.

Als Bischof sei er besonders für die fruchtbare Kooperation des Landes während Teufels 14-jähriger Amtszeit mit den vier großen Kirchen dankbar, die bis heute trage. Die christliche Werteerziehung sei Teufel als gläubiger und praktizierender Christ sehr am Herzen gelegen: „Sie haben sich stets für den Ausbau und die Entwicklung der Katholischen Freien Schulen ausgesprochen und eingesetzt“, sagte Bischof Fürst.

Der Rottenburger-Stuttgarter Bischof würdigte das Wirken Erwin Teufels als Mitglied des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken und im Nationalen Ethikrat sowie insbesondere Teufels „stetes Plädoyer im Europäischen Konvent für das Prinzip der Subsidiarität“. Für sein vielfältiges Engagement wurde dem ehemaligen Minister-präsidenten im Jahr 1990 von Papst Johannes Paul II. der Gregoriusorden verliehen.

Bischof Gebhard Fürst wünschte dem Jubilar „von Herzen für alles und in allem den reichen Segen Gottes“ und dankte ihm für seine „kritischen Anfragen an die Kirche“: „Sie waren mir stets wohlwollende Herausforderung und Ausdruck einer großen Sorge um den Glauben und die Zukunft der Kirche“.