Lebensgrundlagen solidarisch bewahren

Vorrangige Herausforderung sei die Bewahrung der weltweiten Lebensgrundlagen in internationaler Solidarität, betonte Bischof Fürst in einer Stellungnahme am Dienstag in Rottenburg. Seine Sorge sei, dass wirtschaftliche Gewinnziele internationaler Konzerne und kurzfristige Profitinteressen von Entwicklungs- und Schwellenländern eine nachhaltige Umweltpolitik untergraben. Verbraucher in den Industrieländern könnten mit ihrem Kaufverhalten zum Schutz von Umwelt und Klima beitragen.

In Erinnerung an die erste UN-Klimakonferenz vor 20 Jahren in Rio stellte der Bischof fest, Politik und Wirtschaft hätten seit damals zu wenig erreicht. Es sei höchste Zeit, dass in echter internationaler Solidarität arme und reiche sowie Schwellenländer ihre Anstrengungen verstärken können. Bischof Fürst erinnerte an das Engagement der kirchlichen Hilfswerke, die weltweit Aufklärungsarbeit und Hilfe zu nachhaltiger Entwicklung leisteten. Dies geschehe vielfach gegen die Macht einflussreicher Konzerne, oft unter Lebensgefahr etwa von Missionarinnen und Missionaren. Auch die Diözese Rottenburg-Stuttgart unterstütze in vielen Ländern kirchliche Umwelt- und Klimaschutzinitiativen. Mit ihrer 2008 begonnenen Klimainitiative fördert die Diözese Projekte unter anderem zur Energiegewinnung, zur energetischen Gebäudesanierung und zur Schonung natürlicher Ressourcen.