„machtmachtmacht“

Bischof Gebhard Fürst stiftete den mit insgesamt 9.000 Euro dotierten Preis. Gewünscht wird die Auseinandersetzung professioneller Künstler „mit dem Themenkomplex Machen und Macht im künstlerischen, gesellschaftlichen und religiösen Kontext“, so die Ausschreibung. Der erste Rang ist mit 5.000 Euro ausgestattet, der zweite mit 2.500 und der dritte mit 1.500 Euro.

Der Kunstpreis wird zum dritten Mal ausgelobt. Den ersten Preis stiftete 1997 der damalige Bischof Walter Kasper zum 1.600 Todestag des Diözesanpatrons Martin von Tours. 350 Künstler aus Deutschland und Europa reichten damals Werke ein. Der 2. Kunstpreis, gestiftet von Bischof Gebhard Fürst zum 175. Diözesanjubiläum 2003 und zum 95. Deutschen Katholikentag 2004 in Ulm, stand unter dem Leitwort „Lebensspuren“.170 Künstler beteiligten sich.

Kunst solle „den Finger auf die Wunden des Gegenwärtigen legen und Sehnsüchte aufdecken“, betonte der Vorsitzende des 1852 gegründeten Kunstvereins der Diözese, Dr. Michael Kessler, in Erinnerung an ein Wort der deutschen Bischöfe. Die Diözese fühle sich ihrer Kunsttradition verpflichtet. So gehöre ihr Kunstverein zu den ältesten katholischen Deutschlands. Der Grundstock für das heute als „Schatz des Landes“ geltende Diözesanmuseum sei 1862 durch Bischof Josef Lipp mit dem Erwerb einer imposanten Sammlung spätgotischer Werke gelegt worden. Nicht zuletzt spielen Kessler zufolge Kunstaspekte beim Kirchenbau eine zentrale Rolle. Der Kunstpreis gebe in dieser vielfältigen Dynamik wichtige Impulse.

Hinweis: Ausschreibungsunterlagen über die Homepage des Kunstvereins www.heiligekunst.de abrufbar.

Uwe Renz