Managerinnen unterm Kirchturm

Der Verband wurde am 26. Oktober 1990 in Rottenburg gegründet. Seit damals habe sich das Arbeitsfeld der Sekretärinnen im Pfarrbüro massiv verändert, heißt es beim BVP.

Heute brauchen Pfarramtssekretärinnen noch mehr Organisationstalent als die Kolleginnen in der Gründungsphase. Bürotechnik, große Seelsorgeeinheiten und Gemeinden ohne Pfarrer am Ort stellen die Frauen vor große Herausforderungen, wie Beate Engler vom BVP-Vorstand sagt. Ging damals vorrangig um Arbeitsbedingungen, Stundendeputate, einheitliche Vergütung und die Schaffung eines Berufsbildes, so bilden heute Fortbildungen etwa zum Zeitmanagement einen wichtigen Teil der BVP-Arbeit. Bereits 1997 präsentierte der BVP als erster Verband innerhalb der deutschen Diözesen eine „Handreichung für das Pfarrbüro“. Kompetenz brauchen die Managerinnen in den Pfarrbüros unter anderem in Dienst- und Arbeitsrecht, Schriftgutverwaltung, im kirchlichen Rechts- und Meldewesen sowie in Kassenführung, und natürlich müssen sie Bescheid wissen bei Ehe- und Taufprotokollen. 90 Prozent der Pfarramtssekretärinnen arbeiten in Teilzeit.