„Mehr als nur kirchlichen Service bieten“

Seelsorgerinnen und Seelsorger sollten laut Hagmann, der die Hauptabteilung „Pastorale Konzeption“ leitet, die Chance zu intensiverer Begegnung nützen, wenn Menschen an der Pfarrbüro- oder Kirchentür anklopfen, um etwa einen Termin zur Trauung zu bekommen oder wegen einer Beerdigung nachzufragen. „Oft steckt hinter dem Wunsch nach kirchlichem Service das Bedürfnis nach Gesprächen über Leben und Glauben“, betonte der Domkapitular. So könnten Gespräche über Probleme in der Ehe, in der Familie oder am Arbeitsplatz Ausgangspunkt dafür sein, den Glauben mehr und mehr zu erschließen. Auf diesem Weg könne das Sakrament der Buße als heilsames Lebenszeichen neue Vitalität entfalten, so der Seelsorge-Experte.

Auf dem bis Dienstag dauernden zweitägigen Kongress befassen sich Seelsorgerinnen und Seelsorger mit modernen Modellen der Sakramentenkatechese und der Glaubensvermittlung an Erwachsene. Die Referenten befassen sich unter anderem mit „kreativer Katechese“, mit kleinen christlichen Gemeinschaften als „Kirche in der Nachbarschaft“, verschiedenen Modellen der Vorbereitung auf die Erstkommunion oder mit „Kirchenpädagogik am Beispiel des Freiburger Münsters“. Auch Erfahrungen aus Ulm mit Schwellengesprächen vor der Kirchentür“ unter dem Titel „Kaum zu glauben“ stehen auf der Tagesordnung.

Kongressleitung:
Institut für Fort- und Weiterbildung, Dr. Claudia Hofrichter
Karmeliterstraße 5, 72108 Rottenburg
Telefon (07472) 922-154, CHofrichter.institut-fwb(at)bo.drs.de