„Meilensteine auf dem Weg des theologischen Denkens“

Der Name Schillebeeckx sei in einem Zuge mit Namen wie Karl Rahner, Yves Congar oder Marie-Dominique Chenu zu nennen, mit denen er befreundet war. Ebenso wie diese habe er zu einem Aufbruch der katholischen Theologie in die Moderne beigetragen und als Konzilsberater bei der Entstehung wichtiger Dokumente des Zweiten Vatikanischen Konzils mitgewirkt. In seinem Ringen um theologischen Erkenntnisfortschritt sei Schillebeeckx ein freier und kritischer Geist gewesen, der auch die Kontroverse nicht gescheut habe. Doch sei es ihm nie um öffentliche Aufmerksamkeit oder Publikumserfolg gegangen, so Bischof Fürst. Schillebeeckx’ zahlreiche Veröffentlichungen, darunter umfangreiche Werke zur Christologie und zum kirchlichen Amt, seien „hartes Schwarzbrot“ gewesen. Auf höchstem Niveau theologischer Reflexion geschrieben, hätten sie den Lesern ein anstrengendes Studium abverlangt. Noch heute seien sie Meilensteine auf dem Weg des theologischen Denkens, sagte der Bischof.

Dr. Thomas Broch