Kinderrechte

„Mein Körper gehört mir!“

Katholische Kirche macht sich stark für starke Kinder: Am 20. November ist internationaler Tag der Kinderrechte.

„Mein Körper gehört mir!“, „Nein ist Nein!“, „Ich kann was!“ – die Sprechblasen auf den Plakaten von „Kinderstärke(n)“ geben Kindern eine Stimme. Sie bestärken sie darin, ihre Rechte zu äußern und sie einzufordern. „Kinderstärke(n)“ ist ein Programm des Katholischen Stadtdekanats Stuttgart unter Mitwirkung mehrerer Partner.

„Wir glauben, dass jedes Kind als starke Persönlichkeit geboren wird. Trotzdem haben es manche schwer, stark zu bleiben und starke Erwachsene zu werden“, sagt die Theologin Angela Schmid. Besonders für diese Kinder brauche es Bestärkung und Unterstützung. „Als Kirche wollen wir für Kinder und Jugendliche gute Bedingungen schaffen. Gerade in der für Familien sehr schwierigen Corona-Zeit müssen wir Kinder und Jugendliche noch mehr stärken“, so die Dekanatsreferentin.

Kinderstärke(n) – ein Programm der Katholischen Kirche

Mit dem Programm „Kinderstärke(n)“ ergänzt die Katholische Kirche Stuttgart ihre Präventionsangebote. Um Missbrauch zu verhindern, ist in der katholischen Kirche in Stuttgart die Prävention in den vergangenen Jahren systematisch institutionalisiert worden, es gibt verpflichtende Kindeswohl-Schulungen für alle Haupt- und Ehrenamtlichen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. Außerdem wurden in allen Einrichtungen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, Schutzkonzepte eingeführt. Jetzt kommt mit dem Programm „Kinderstärke(n)“ ein weiterer wichtiger Baustein in der Präventionsarbeit hinzu. „Kinderstärke(n)“ bietet Materialien für Kitas und Schulen, mit denen Erzieherinnen und Lehrer arbeiten können und die die Kinder dazu ermutigen sollen, ihre Rechte zu äußern und einzufordern. „Wir haben als katholische Kirche die Verantwortung, vor Ort alles uns Mögliche für eine gute Präventionsarbeit zu tun. Das Programm „Kinderstärke(n)“ ist ein nächster wichtiger Schritt. Wir wollen Kinder und Jugendliche dabei unterstützen, starke und selbstbewusste Persönlichkeiten zu werden. Deshalb bringen wir das Thema Kinderrechte aktiv in unsere Kindertagestätten, Kirchengemeinden und Angebote für Kinder und Jugendliche ein“, sagt der Stadtdekan Christian Hermes.

Kitakinder feiern am 22. November gemeinsam Gottesdienst

Am Montag, 22. November 2021, feiern Stadtdekan Christian Hermes und Angela Schmid mit Kitakindern in St. Eberhard einen Gottesdienst, der die Kinder und ihre Stärken in den Mittelpunkt nimmt. Unter dem Motto „Begleitet – beschützt – beflügelt“ erfahren die Kleinen, dass Jesus Kinder mit offenen Armen empfangen hat. „Uns geht es darum, Kindern ein Gefühl des Geschützt- und Behütetseins mit auf ihren Weg zu geben: Jesus passt auf euch auf und begleitet euch, auch das kann Kraft und Stärke geben“, so die Theologin Angela Schmid. Während des Gottesdienstes können die Kinder Engel basteln.

Im nächsten Jahr ist für die Kinder eine große Mitmachausstellung geplant

Das Kinderstärke(n)-Programm geht zu Beginn des nächsten Jahres weiter, wenn die Ausstellung „PETZE – Prävention von sexuellem Missbrauch und sexueller Gewalt“ auf Tour in das neue Gemeindezentrum St. Elisabeth im Stuttgarter Westen und in das Gemeindezentrum Rupert-Mayer in Bad Cannstatt geht. Die Ausstellung ist für die Kinder eben nicht nur zum Anschauen, sondern vor allem zum Mitmachen da. Auch beim Katholikentag vom 25. bis 29. Mai 2022 ist „Kinderstärke(n)“ im Programm zu finden. Beteiligt an der Programmerstellung zu „Kinderstärke(n)“ sind neben dem Stadtdekanat unter anderen die Caritas Stuttgart, die Kirchengemeinden, das Jugendreferat YouCh sowie die Kinder- und Familienzentren und die Schulpastoral.

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