Menschen brauchen das mutig gelebte Zeugnis des Glaubens

Nach dem Theologiestudium hatten sie zunächst eine dreijährige Ausbildung in Gemeinden der Diözese Rottenburg-Stuttgart absolviert. Es handelt sich um Mirjam Benz (30), bislang eingesetzt in Stuttgart, Melanie Gerner (28), bislang Blaustein, Claudia Gindorf (31), bislang Esslingen, Thomas Hermann (30), bislang Göppingen, Marcel Holzbauer (35), bislang Kirchheim/Teck, Jutta Krause (29), bislang Ulm, Raimund Lorenz (30), bislang Stuttgart-Bad Cannstatt, Jörg Rinderknecht (31), bislang Ludwigsburg-Eglosheim, und Beate Traum-Peters (48), bislang Ulm.

Die künftigen Pastoralreferentinnen und -referenten haben über ihren künftigen Dienst ein Bibelwort aus dem Johannesevangelium gestellt: „Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt.“ In seiner Predigt griff Bischof Gebhard Fürst dieses Wort auf und sagte, durch das Ja zu dieser Berufung „geben Sie die Erfahrungen von der heilsamen Kraft unseres Glaubens an Jesus Christus weiter an die Menschen, denen Sie auf Ihrem Weg begegnen“. Dies bedeute eine „Lebenspraxis im Geiste Jesu, die die Menschen mitreißen kann“, sagte der Bischof. Im Namen Jesu gebe Gott uns „alles, was er hat und ist: Liebe“, betonte Bischof Fürst und fuhr fort: „Die Menschen, die Ihnen begegnen, brauchen das mutig und mit überzeugender Liebe gelebte Zeugnis unseres Glaubens. Dazu lassen Sie sich beauftragen.“


Mirjam Benz ist 1977 in Tübingen geboren, ihre Heimat ist Mössingen. Nach der Schulzeit in Mössingen und Tübingen studierte sie in Mainz und Tübingen Theologie. Neben einer Reihe von Praktika im sozial-caritativen und pastoralen Bereich sammelte sie bei einem Au-pair-Aufenthalt in den USA auch Auslandserfahrungen. Ihre Ausbildungszeit als Pastoralassistentin absolvierte sie in den Gemeinden St. Antonius und St. Josef in Stuttgart-Mitte. Ihr neuer Einsatzort wird die Kirchengemeinde St. Pelagius in Rottweil sein.

Melanie Gerner ist 1978 in Ehingen an der Donau geboren. Ihre Heimatgemeinde ist Oberstadion bei Ehingen. Nach der Vorbereitungszeit zum Erlernen alter Sprachen in Ehingen und dem Theologiestudium in Tübingen hat sie die Ausbildungszeit als Pastoralassistentin in der Seelsorgeeinheit Blautal mit Dienstort in Blaustein verbracht. Religionsunterricht erteilte sie an Ulmer Gymnasien. Der neue Tätigkeitsbereich der verheirateten Theologin wird die Seelsorgeeinheit „Heimat Bischof Sproll“ sein, zu der z. B. Ummendorf (Kreis Biberach) gehört.

Claudia Gindorf wurde 1975 in Böblingen geboren und ist in Herrenberg aufgewachsen. Nach einer Vorbereitungszeit zum Erlernen alter Sprachen in Ehingen studierte sie in Tübingen, Dublin und Münster. Die dreijährige Ausbildung als Pastoralassistentin hat sie in der Seelsorgeeinheit Esslingen-West gemacht, mit einem Schwerpunkt in der Gemeinde St. Elisabeth. Dort findet auch die Feier zur Beauftragung statt. Ihr künftiger Tätigkeitsbereich wird in Gaildorf mit den Gemeinden Hausen und Mainhardt sein.

Thomas Hermann wurde 1977 in Reutlingen geboren; seine Heimatgemeinde ist in Metzingen. Nach der Schulzeit in Metzingen und Reutlingen holte er am Ambrosianum in Ehingen das Erlernen alter Sprachen und das Abitur nach. Das Theologiestudium begann und beendete er in Tübingen, dazwischen studierte er in Benediktbeuern Philosophie, Theologie und Sozialpädagogik. Der verheiratete Diplom-Theologe und Diplom-Sozialpädagoge absolvierte nach zweijähriger Berufstätigkeit als Dekanatsjugendreferent im Dekanat Rottenburg die Ausbildungszeit als Pastoralassistent in Göppingen. Nach der Beauftragung als Pastoralreferent wird er in der Seelsorgeeinheit Neckar-Aich mit den Kirchengemeinden Neckartenzlingen und Aichtal tätig sein.

Marcel Holzbauer wurde 1972 in Göppingen geboren und ist dort aufgewachsen. Nach Schulzeit, Abitur und Ersatzdienst in Göppingen holte er am Ambrosianum in Ehingen das Erlernen alter Sprachen nach und studierte dann in Tübingen und Fribourg/Schweiz Theologie. Die Ausbildungszeit als Pastoralassistent absolvierte er in Kirchheim/Teck. Nach der Beauftragung als Pastoralreferent wird er in Nürtingen tätig sein.

Jutta Krause wurde 1978 in Tuttlingen geboren. Aufgewachsen ist sie in Fridingen im Kreis Tuttlingen. Nach Schule und Abitur studierte sie in Tübingen und Rom Theologie. An der St. Georgs-Gemeinde in Ulm absolvierte sie ihre Ausbildungszeit als Pastoralassistentin. Nach ihrer Beauftragung als Pastoralreferentin wird sie in der Seelsorgeeinheit Trossingen mit den Gemeinden Durchhausen und Gunningen tätig sein.

Raimund Lorenz wurde 1977 in Ravensburg geboren und ist in Blitzenreute (Kr. Ravensburg) aufgewachsen. Nach Schulzeit, Abitur und Zivildienst in Weingarten und Ravensburg und dem Erlernen alter Sprachen am Ambrosianum in Ehingen studierte er in Tübingen und in Rom Theologie. Parallel zum Studium in Tübingen erwarb er sich Zusatzqualifikationen im Rahmen der Tübinger Initiative Studium und Beruf, zu der ein achtwöchiges Praktikum in der Personal- und Organisationsentwicklung einer Druckmaschinenfabrik gehörte. Ein Pastoralpraktikum absolvierte er in Tübingen, die Ausbildungszeit als Pastoralassistent in Stuttgart-Bad Cannstatt. Seine neue Stelle wird künftig die Seelsorgeeinheit Bad Wurzach sein.

Jörg Rinderknecht wurde 1976 in Sindelfingen geboren und ist in Magstadt (Kr. Böblingen) aufgewachsen. Nach Schulzeit, Abitur und Zivildienst in Magstadt, Renningen und Sindelfingen lernte er alte Sprache am Ambrosianum in Ehingen. In Tübingen studierte er Theologie. Die Ausbildungszeit als Pastoralassistent absolvierte er in Ludwigsburg-Eglosheim. Nach der Beauftragung als Pastoralreferent wird er in St. Johann, Seelsorgeeinheit West, in Ludwigsburg tätig sein.

Beate Traum-Peters wurde 1958 im hessischen Hanau geboren. Nach dem Abitur in Seligenstadt studierte sie in München und in Frankfurt-St. Georgen Philosophie und Theologie. Heute lebt die verheiratete Mutter einer Tochter in Ulm. Vor ihrer Ausbildungszeit als Pastoralassistentin in der Seelsorgeeinheit Ulm-West mit Schwerpunkt in der Gemeinde St. Elisabeth war sie Assistentin für Kirchenrecht an der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Georgen in Frankfurt sowie Mitarbeiterin bei der Katholischen Fernseharbeit, damals in Mainz. Zuletzt war sie neun Jahre lang als Bildungsreferentin für Familie, Frauen und theologische Fragen im Bildungswerk Ulm tätig. Nach ihrer Beauftragung als Pastoralreferentin wird ihre neue Stelle die Seelsorgeeinheit St. Georg/St. Michael zu den Wengen in Ulm sein.

 

Pastoralreferent/in: Laienmitarbeiter in der Seelsorge

Als Pastoralreferent(inn)en bezeichnet man in der katholischen Kirche Laien, die hauptberuflich im kirchlich-pastoralen Dienst eingesetzt sind. Sie verfügen über einen theologischen Hochschulabschluss bzw. haben eine dreijährige praxisbezogene Ausbildung als PastoralassistentInnen in einer Kirchengemeinde absolviert.
Einsatzbereiche für PastoralreferentInnen sind z. B. Jugendarbeit und Erwachsenenbildung, Sakramentenvorbereitung und Gottesdienstgestaltung, die Erteilung von Religionsunterricht, Besuchsdienste, Arbeit mit Gruppen, Sonderaufgaben und vieles mehr.
Die kirchliche Beauftragung der Theologen nimmt in der Regel der Bischof in einem feierlichen Gottesdienst vor.