Menschen in Not nicht gegeneinander ausspielen

Rottenburg. 25. November 2015. Als unaufschiebbare Notwendigkeit hat die Leiterin der Hauptabteilung Caritas in der Diözese, Irme Stetter-Karp, die Schaffung von deutlich mehr sozialem Wohnraum im Land gefordert. Angesichts des weiter anhaltenden Zustroms von Menschen aus Krisengebieten werde sich die Situation auf dem Wohnungsmarkt weiter zuspitzen und verlange jetzt entschiedene und nachhaltige Investitionen, sagte Stetter-Karp. Der in dieser Woche vorgelegte Armuts- und Reichtumsbericht des Landes belege, dass schon heute nicht genügend Wohnraum für Menschen mit Armutsrisiko vorhanden sei.

„In dieser Situation müssen wir unbedingt vermeiden, dass wir Menschen in Not gegeneinander ausspielen“, betonte die Rottenburger Ordinariatsrätin.

Positiv bewertet die Diözese die Entscheidung der Landesregierung, die Weiterentwicklung von Kindertageseinrichtungen zu Familienzentren im kommenden Jahr mit einer Million Euro zu unterstützen. „In dieser Maßnahme sehen wir ein deutliches politisches Signal, der Verantwortung für Familien mit Armutsrisiko in besonderer Weise gerecht zu werden“, sagte Stetter-Karp.

In diesem Zusammenhang mahnte Stetter-Karp erneut an, schnellstmöglich seitens der Landesregierung ein Gesamtkonzept zur Bildung und Betreuung von Kindern aus Flüchtlingsfamilien vorzulegen.