Menschenwürdiges Leben auch in Slums

Rund 12.000 katholische Pfarrgemeinden beteiligen sich jedes Jahr an dieser Aktion, die im Jahr 2010 knapp 20 Millionen Euro erbrachte. MISEREOR fördert damit rund 4.500 Projekte in etwa 100 Ländern der Welt. Die diesjährige Aktion will auf die prekäre Situation der Menschen in städtischen Elendsquartieren und Slums aufmerksam machen. Eine Milliarde Menschen lebt zur Zeit in einem Slum einer Großstadt – jeder sechste Mensch weltweit. Diese Zahl wird sich nach Angaben der Vereinten Nationen bis 2030 verdoppeln, 2050 werden es wohl sogar 3,5 Milliarden Menschen sein. Die Armut in diesen Riesenstädten des Elends wächst dramatisch.

Für die Diözese Rottenburg-Stuttgart wird die diesjährige MISEREOR-Fastenaktion am Sonntag, 20. März, in der St.-Franziskus-Kirche in Villingen-Schwenningen eröffnet. Die Veranstaltung beginnt um 10 Uhr mit einem Gottesdienst, den Domkapitular Heinz Detlef Stäps, Leiter der Hauptabteilung Weltkirche im Bischöflichen Ordinariat, feiert. Nach einem musikalischen Auftakt der Aktion mit der „Trommlergruppe Caritas“ wird um 11:30 Uhr die Aktion mit einem Film vorgestellt. Gesprächspartner ist dabei Michael Schirmer, der lange Jahre in Abuja in Nigeria gelebt hat. Nach einem einfachen Mittagessen im katholischen Gemeindehaus von St. Franziskus und dem Auftritt einer Tanzgruppe besteht Gelegenheit zum Gespräch an verschiedenen Informationsständen von Eine-Welt-Gruppen. Zum Abschluss gegen 14:30 Uhr versprechen die Veranstalter eine Überraschungsaktion.

Zum so genannten Fastenopfer, zu dem in den Gottesdiensten Kollekten für MISEREOR abgehalten werden, wird in diesem Jahr am Samstag/Sonntag, 9. und 10. April aufgerufen. Im vergangenen Jahr erbrachte die MISEREOR-Kollekte allein in der Diözese Rottenburg-Stuttgart einen Ertrag von rund 900.000 Euro.

Dr. Thomas Broch