MISEREOR: Gottes Schöpfung bewahren – damit alle leben können!

Damit will das Hilfswerk, das 1958 als Aktion gegen Hunger und Krankheit in der Welt von den deutschen Bischöfen ins Leben gerufen wurde, auf den weltweit zunehmenden Hunger und die Ernährungsunsicherheit in vielen Ländern des Südens infolge des fortschreitenden Klimawandels hinweisen. Mit Dürren und Überschwemmungen, dadurch bedingten Ernteausfällen und sich häufenden Katastrophen wie etwa Hurrikanes habe der einsetzende Klimawandel für die Armen im Süden viel schlimmere Auswirkungen als für die Menschen im Norden, heißt es dazu bei MISEREOR. Die 51. Fastenaktion ruft deshalb die Christen in Deutschland zu weltweiter Solidarität mit den Armen und Notleidenden in der Welt auf.

Gäste aus Haiti, Burkina Faso und den Philippinen werden während der gut sechswöchigen Fastenzeit bundesweit in Gemeinden, Diözesen und Kommunen über die Lebensbedingungen in Zeiten des Klimawandels in ihren Heimatländern berichten und über die erforderlichen Hilfsmaßnahmen informieren. Am MISEREOR-Sonntag, dem 29. März 2009, wird in allen katholischen Gottesdiensten um Unterstützung für die Hilfsaktionen geworben und mit der Kollekte hierfür Geld gesammelt. Im vergangenen Jahr hat diese Fastenkollekte über 21 Millionen Euro erbracht. Auch eine Kinderfastenaktion und eine Jugendaktion rufen zum Mitmachen auf.

Eröffnet wird die diesjährige Fastenaktion am Wochenende des 1. Fastensonntags in Stuttgart. Die ARD überträgt den feierlichen Eröffnungsgottesdienst mit Bischöfen, Partnern und Gästen aus aller Welt in der Domkirche St. Eberhard am 1. März 2009 um 10 Uhr live. Bereits am 26. Februar 2009 um 10 Uhr findet im Haus der Katholischen Kirche in Stuttgart eine Pressekonferenz mit Bischof Dr. Gebhard Fürst und Professor Dr. Josef Sayer statt. Anlässlich eines Aktionstags in der Stuttgarter Innenstadt am 28. Februar bauen Stuttgarter Schüler eine Arche; ebenso wird das von einem nigerianischen Künstler für die Aktion gemalte neue MISEREOR-Hungertuch zu sehen sein. Ein internationaler Afrika-Kongress zwei Wochen später gehören ebenfalls zum Eröffnungsprogramm. Seit Bestehen ruft MISEREOR während der Fastenzeit zwischen Aschermittwoch und Ostern dazu auf, sich auf das Wesentliche im eigenen Leben zu besinnen und die persönlichen Werte, Wünsche und Ziele neu zu bestimmen. Neben dem spirituellen Aspekt der Fastenzeit ist auch das Fastenopfer, also die konkrete Hilfe für notleidende Menschen, ein wichtiger Bestandteil der Fastenaktion. In den bisherigen 50 Fastenaktionen wurden mit den aus Kollekten und Direktspenden gesammelten 2,74 Milliarden Euro fast 83.000 Entwicklungsprojekte in Afrika, Asien und Lateinamerika gefördert.

Spendenkonto 10 10 10, Pax Bank Aachen, BLZ 370 601 93
MISEREOR hat das Spendensiegel des Deutschen Instituts für Soziale Fragen (dzi).