„Mit Kindern, aber nicht kindisch“

Zum Abschluss einer Tagung am Samstag im Kloster Untermarchtal mit dem Titel „Kommt, wir feiern“ empfahlen die Experten einfache Wörter und Rituale, die Erfahrungen aus dem Leben in Familie, Schule und Alltag aufgreifen. „Gottesdienste mit Kindern sollen kindgerecht, aber nicht kindisch sein“, sagte Ulrike Mayer-Klaus vom Institut für Fort- und Weiterbildung der Diözese Rottenburg-Stuttgart zum Abschluss des Kongresses mit 600 Teilnehmern.

Gute Kinder- und Familiengottesdienste seien daran zu erkennen, so Mayer-Klaus, dass sie auch Erwachsenen Zugänge zum Glauben erschließen. Vermeintlich kindgerechte Texte, Gebete, Lieder würden dies freilich oft verhindern. „Zu Hause reden die Erwachsenen mit den Kindern doch auch ganz normal“. Familiengottesdienste seien eine Chance, Kinder in den von Erwachsenen vorgelebten Glauben einzuführen. Wenn Kinder solche Feiern dann später als kindisch und peinlich empfänden, dann wachse die Gefahr, dass sie sich von Liturgie insgesamt distanzieren. „Wer Gottesdienst als Kind abwechslungsreich und gehaltvoll erlebt, hat eine gute Basis für eine spätere Kultur, Glauben auszudrücken und zu feiern“, so die Expertin.