Mit Wertschätzung und Wohlwollen

Die katholische Kirche schätze die neue EKD-Ratsvorsitzende als ökumenische Gesprächspartnerin seit Jahren, betonte Bischof Fürst in einem Grußwort auf der Synode der EKD am Mittwoch in Ulm. Bischöfin Käßmann trage eine hohe Verantwortung „in Zeiten verschiedenartigster Umbrüche, in denen wir uns gemeinsam befinden“.

Es sei es möglich, so Bischof Fürst, selbst in gravierenden Fragen partnerschaftlich auf dem Weg zu bleiben. Es sei für ihn unerlässlich, „dass wir Christen uns wechselseitig mit Wohlwollen betrachten und mit Wertschätzung begegnen im dankbaren Wissen, was wir aneinander haben und wozu wir miteinander als Getaufte berufen sind“. Schließlich seien die Gemeinsamkeiten größer als das Trennende. Dennoch habe er den Eindruck, sagte Bischof Fürst, „dass wir ökumenisch schon weiter waren“. Er sprach sich für eine Stärkung der Ökumene durch eine gemeinsame Übersetzung der Bibel aus. Der Ökumenische Kirchentag 2010 in München biete die Chance, dass die Christen gemeinsam als Salz der Erde und Licht der Welt ihren Glauben bezeugen, so Bischof Fürst.

Uwe Renz