Mixa neuer Bischof von Augsburg

Der Ernennung kommt einige Bedeutung zu, da der Bischofsstuhl bereits seit dreizehn Monaten vakant war. In die Zeit fielen der Tod von Papst Johannes Paul II. und die Wahl von Benedikt XVI. Außerdem ist es die erste Ernennung eines Bischofs in Deutschland durch Papst Benedikt - noch dazu in Augsburg, einer ehemaligen Sufragandiözese des Münchener Erzbischofs Ratzinger.

In Eichstätt hat sich Mixa besonders für die einzige katholische Universität im deutschsprachigen Raum eingesetzt. In seiner Amtszeit wurden die 279 Pfarreien des Bistums in 52 Seelsorgeeinheiten zusammengefasst. Dabei konnten die Pfarreien zwischen unterschiedlich intensiven Formen der Zusammenarbeit wählen. Weitere Neuerungen in den neun Amtsjahren des Bischofs waren die Gründung des Collegium Orientale, einer ökumenischen Einrichtung für Studierende orientalischer Kirchen, und die Errichtung des Zentralinstituts für Ehe und Familie an der Katholischen Universität, das der besonderen Unterstützung der Familien durch Grundlagenforschung und Bewusstseinsbildung dient. Die Diözese Augsburg ist von der Katholikenzahl her etwa dreimal so groß wie das Bistum Eichstätt. Mixa wird aber das Amt des Militärbischofs behalten.

Walter Mixa wurde 1941 in Oberschlesien geboren und ist 1945 mit seiner Familie nach Heidenheim an der Brenz ausgewandert. 1970 wurde er in Dillingen an der Donau zum Priester geweiht und war 21 Jahre lang Stadtpfarrer in Schrobenhausen und Regionaldekan, bevor er 1996 von Johannes Paul II. zum Bischof von Eichstätt ernannt wurde. Seit 2000 ist er auch Katholischer Militärbischof in Deutschland.