Modernisierer mit Gestaltungskraft

In einem Gratulationsschreiben äußerte sich Fürst froh und dankbar darüber, dass Prälat Redies auch nach seinem Ausscheiden als Generalvikar weiterhin der Diözese als Domkapitular mit einem Sonderauftrag für die Entwicklung des Stiftungswesens zur Verfügung steht und "so heilsam und in guter Weise für unsere Kirche und Diözese wirkt". Bei der Verabschiedung von Redies als Chef der Verwaltung hatte der Bischof besonders dessen große Loyalität, sein hohes Engagement und seinen inspirierenden und motivierenden Leitungsstil gewürdigt.
Von Mitarbeitern des früheren Generalvikars wurde besonders sein wacher Geist, sein umfassendes Detailwissen und seine große Gestaltungskraft, aber auch seine Fähigkeit zur Personalführung und seine Liebenswürdigkeit hervorgehoben. Seinen Mitarbeitern hat Redies viel abverlangt, zugleich ist er auch selbst oft bis an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit gegangen. Besonders wichtig war dem gebürtigen Stuttgarter, der bis zur Berufung ins Domkapitel 1985 18 Jahre lang Leiter von Bischöflichen Gymnasialkonvikten und Studienheimen war, Menschen zu fordern und zu fördern und ihre Potentiale zu entdecken. Jeder Einzelne sollte dort tätig sein, "wo seine Leidenschaft lebendig wird". Immer wieder hat er Ideen ins Spiel gebracht, aber sich auch selbst auf Neues eingelassen.

In den über elf Jahren seines Dienstes als Generalvikar hat er in der Diözesankurie viele innovative Projekte auf den Weg gebracht, begleitet und umgesetzt, so in den Bereichen Rechnungswesen, Budgetierung, Personalentwicklung und dem Berichtswesen. Auch die Neustrukturierung von Zuständigkeiten und Entscheidungen, die Etablierung einer zeitgemäßen Informations- und Kommunikationstechnik, die Einführung eines Personal-Informations-Systems, die Optimierung der Schriftgutverwaltung und die effizientere Bewirtschaftung der Bildungshäuser fallen in seine Amtszeit.

Dabei ist Redies stets Priester mit einer spirituellen Grundhaltung und einem bescheidenen Lebensstil geblieben, dem besonders die Begegnung und Versöhnung am Herzen liegt. Seit Mai ist er in der Seelsorgeeinheit 7 (Ergenzingen, Oberes Gäu) als Pfarrvikar tätig. Der Prälat, der als Domkapitular weiterhin Mitglied der Sitzung des Bischöflichen Ordinariats bleibt, zieht im Oktober nach Geislingen/Steige, wo er als Pfarrvikar in St. Maria und St. Sebastian einen Seelsorgeauftrag wahrnehmen wird. In Geislingen war er bereits nach seiner Priesterweihe 1964 als junger Vikar zwei Jahre tätig. Seine Amtseinführung zusammen mit Pfarrer Martin Ehrler ist am 6. November.