Mut für Neues in bewegter Zeit

Sanierung des seit 1924 bestehenden Klosters und der Neubau eines darin integrierten Gästetrakts mit einem feierlichen Gottesdienst in der Abteikirche eingeweiht, deren Fassade hoch über dem Schussental ein architektonisches Gegenüber zur in Sichtweite gelegenen Abtei Weingarten bildet. Die Gastfreundschaft der Benediktinerinnen, die Jahr für Jahr zahlreichen Menschen die Möglichkeit innerer Einkehr anbieten, bekommt mit dem neuen Gästetrakt einen heutigem Bedarf entsprechenden Rahmen.

Bischof Fürst beglückwünschte in der Festpredigt die Schwestern zu dem Mut, in einer nicht einfachen Zeit Neues zu schaffen. Ohne die biblische Grundhaltung, „fröhlich in der Hoffnung, geduldig in der Bedrängnis und beharrlich im Gebet“ zu sein, hätten sie sich den Mühen und Risiken dieses Neubaus nicht unterzogen. Ohne diese Grundhaltung, so der Bischof weiter könnten sich auch Kirche und Diözese nicht auf den Weg der Erneuerung machen.

Bischof Fürst betonte in Anspielung auf den Bibeltext des Gottesdienstes und auf die Benediktiner-Ordensregel mit ihrer zentralen Aussage des „Ora et labora – bete und arbeite“, aktives Handeln und soziales Dienen der Christen müssten begründet sein in der Ausrichtung auf das für das Leben notwendige Wort Jesu. Diese Haltung des Hörens und Empfangens ziehe ein Handeln nach sich, in dem Jesus Christus der Herr sei. Bei aller Bedeutung, die der Neubau jetzt für sie habe, sei bei den Ordensfrauen von Kellenried diese Priorität zu spüren und zu erleben, sagte der Bischof.