Carl-Joseph-von-Hefele-Preis

Nachwuchspreis für Florian Funer

Der Theologe und Mediziner Dr. Florian Funer (2. von links) ist Preisträger des Carl-Joseph-von-Hefele-Preises 2021. Mit ihm freuen sich der Vorsitzende des Geschichtsvereins der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Prof. Dr. Dominik Burkard (links), die Geschäftsführerin und Wissenschaftliche Koordinatorin des Geschichtsvereins, Dr. Maria E. Gründig, und der Dekan des Dekanats Ehingen-Ulm, Ulrich Kloos, der in Vertretung von Weihbischof Dr. Gerhard Schneider die Laudatio hielt. Foto: DRS/Jerabek

Der Theologe und Mediziner Dr. Florian Funer ist mit dem Bischof-Carl-Joseph-von-Hefele-Preis des Geschichtsvereins der Diözese ausgezeichnet worden.

Der Nachwuchspreis wird an Studierende verliehen, die in ihren Arbeiten einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der Kirchengeschichte des südwestdeutschen Raums, insbesondere der Diözese Rottenburg-Stuttgart, geleistet haben. Der diesjährige Preisträger Florian Funer behandelt in seiner Studienarbeit Wirkungen des Zweiten Vatikanischen Konzils im Bistum Rottenburg. Die Auszeichnung wird alle zwei Jahre vom Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart auf Grundlage einer Empfehlung des Geschichtsvereins-Vorstands vergeben.

Florian Funer ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand am Lehrstuhl für Moraltheologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Eberhard Karls Universität Tübingen. Der 1993 geborene Nachwuchswissenschaftler ist in Böblingen und Herrenberg aufgewachsen und studierte ab 2012 Medizin und katholische Theologie in Tübingen, Ulm und Rom. Nach dem sehr erfolgreichen Abschluss beider Studien in den Jahren 2018 bzw. 2019 und der Promotion in Medizin erwarb Funer noch den Master in Philosophie.

Funers Arbeit sei „eine auf historischen Quellen fußende, klar strukturierte, ausgewogen beschreibende und differenziert argumentierende Studie“, sagte der Dekan des Dekanats Ehingen-Ulm, Ulrich Kloos, in der Laudatio, die er in Vertretung von Weihbischof Dr. Gerhard Schneider hielt, der aufgrund einer Fußverletzung nicht nach Ulm kommen konnte. Der Titel der Arbeit, für die Florian Funer mit dem Bischof-Carl-Joseph-von-Hefele-Preis ausgezeichnet wird, lautet: „Das Konzil hat einen Anfang für den aggiornamento, für die Erneuerung gesetzt […]: den Anfang des Anfangs“ (Karl Rahner). Die Wirkung des Zweiten Vatikanischen Konzils und der Beginn seines Rezeptions- und Transformationsprozesses im Bistum Rottenburg (1959-1971).

Der Bischof-Carl-Joseph-von-Hefele-Preis wurde 1986 von Bischof Georg Moser gestiftet und ist mit 2500 Euro dotiert. Die Preisverleihung erfolgte anlässlich eines Studientags des Geschichtsvereins der Diözese Rottenburg-Stuttgart über den religiös-gesellschaftlichen Umbruch in Ulm und der Region im frühen 16. Jahrhundert.