Neue Entgeltordnung beschlossen

Rottenburg. 8. April 2014. Die Tarifkommission KODA der Diözese Rottenburg-Stuttgart hat eine neue Entgeltordnung für die rund 20.000 im Bereich der Diözese beschäftigten Frauen und Männer beschlossen. Die Kommission zur Ordnung des Diözesanen Arbeitsvertragsrechtes (KODA) einigte sich auf Verbesserungen besonders für Beschäftigte in der Gemeindeseelsorge. Die neue Ordnung gilt rückwirkend zum Januar.

Die KODA handelt ihre Beschlüsse auf dem so genannten Dritten Weg aus, in Kooperation zwischen Dienstgeber und Dienstnehmern. Die KODA-Geschäftsstelle bezeichnete die neue Entgeltordnung als Beleg dafür, dass der Dritte Weg sich für arbeitsvertragliche Regelungen der Kirche bewähre. Grundlage für diesen Weg sei ein Verständnis von Kirche als Dienstgemeinschaft, in der Tarifpartner verhandeln, und nicht Tarifgegner.

Die neue Entgeltordnung basiert auf jener des Tarifvertrags der Länder (TV-L). Spezielle Vereinbarungen wurden getroffen mit Blick auf die unterschiedlichen kirchlichen Berufsgruppen. So regelt ein eigener Teil die Eingruppierung von Beschäftigten in besonderen kirchlichen Diensten, etwa in Beratung, Bildungsarbeit, Schulwesen oder pastoralen Diensten.

Hinweis: Die KODA der Diözese Rottenburg-Stuttgart besteht aus jeweils zehn Vertretern der Dienstnehmerseite und zehn Vertretern der Dienstgeberseite. Verhandelt wird auf dem Dritten Weg. Er unterscheidet sich vom Zweiten Weg der Verhandlungen zwischen Arbeitgeber-Verbänden und Gewerkschaften unter anderem dadurch, dass Streik und Aussperrung ausgeschlossen sind. Leitende Werte sind Interessenausgleich und Konsensfindung.

Kontakt: Geschäftsstelle der KODA, Arnika Schaupp, aschaupp@bo.drs.de

Uwe Renz