Neue Gesichter im Rottenburger Domkapitel

Paul Hildebrand wurde im März 1951 in Wangen im Allgäu geboren. Nach der Schulzeit in Leutkirch und Ehingen an der Donau studierte er von 1970 bis 1975 katholische Theologie an der Universität Tübingen, im Jahr 1972 unterbrochen durch ein auswärtiges Studienjahr in Innsbruck. Nach der theologischen Abschlussprüfung in Tübingen absolvierte Hildebrand zunächst von 1975 bis 1976 ein Pastorales Jahrespraktikum in Ditzingen (Kreis Ludwigsburg). Im Dezember 1976 wurde er zum Diakon geweiht und erwarb im anschließenden Diakonatsjahr seelsorgerliche Erfahrungen in der Pfarrei St. Martin in Biberach an der Riß. Nach der Priesterweihe im März 1978 in der Klosterkirche in Ulm-Wiblingen war Hildebrand zunächst bis 1980 Vikar an der Münstergemeinde Heiligkreuz in Rottweil, anschließend bis 1982 an der Münstergemeinde St. Paul in Esslingen. Dann folgten einige Jahre in der Jugendseelsorge: zunächst von 1982 bis 1989 als Dekanatsjugendseelsorger und Jugendpfarrer der Bundes der deutschen katholischen Jugend (BDKJ) in Stuttgart, dann von 1989 bis 1996 als Diözesanjugendseelsorger des BDKJ und Leiter des Bischöflichen Jugendamtes in Wernau am Neckar. Im Juni 1997 zog es Paul Hildebrand wieder als Pfarrer an die Gemeinde St. Paul in Esslingen zurück. Im März 1999 wurde er zum Dekan des Dekanats Esslingen gewählt, im Dezember 2002 zum Kreisdekan. Zusätzlich nahm er ab Februar 2004 die Aufgabe des Administrators der Pfarreien Esslingen-Mettingen und Esslingen-Pliensauvorstadt wahr. Im Mai 2006 wurde er erneut zum Dekan des inzwischen neu gebildeten Dekanats Esslingen-Nürtingen gewählt. Seit Dezember 2006 ist er auch Administrator mit dem Titel Pfarrer der Italienischen Katholischen Gemeinde Esslingen. Von 2003 bis 2007 war Paul Hildebrand Moderator der Dekanekonferenz der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Zu den Aufgaben des Leiter der Hauptabteilung „Pastorales Personal“ gehören die Personalführung und die Seelsorge der hauptamtlich in der Pastoral der Diözese tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Stellenplanung, der Personaleinsatz und die Personalentwicklung. Er nimmt die unmittelbare Dienst- und Fachaufsicht für die Dekane wahr, ebenso die übergeordnete Dienst- und Fachaufsicht für die Priester, die Aushilfen und Vertretungen, die Mitarbeitenden in den Katholischen Muttersprachlichen Gemeinden, die Diakone, Pastoralreferentinnen und –referenten, Gemeindereferentinnen und –referenten, die Dekane sowie die Dekanatsreferentinnen und –referenten. Auch die Betreuung der Pfarrhausfrauen gehört in seinen Zuständigkeitsbereich. Neben weiteren Aufgaben ist der Leiter der Hauptabteilung V der Gebietsreferent für die Dekanate Allgäu-Oberschwaben und Friedrichshafen, die in der Region VII zusammengefasst sind.

Uwe Scharfenecker wurde im März 1964 in Aalen geboren und ist in Unterkochen aufgewachsen. Nach dem Studium der katholischen Theologie in Tübingen von 1983 bis 1988, unterbrochen durch ein Auswärtsjahr in Würzburg, und der Diakonatsweihe im Dezember 1988 in Rottenburg erwarb Scharfenecker erste seelsorgerliche Erfahrungen als Diakon in Kuchen und Gingen an der Fils. Im Juni 1990 wurde er in der Basilika in Weingarten zum Priester geweiht. Die Vikarsjahre verbrachte er in den Pfarreien St. Georg in Ulm und St. Maria in Heidenheim. Ab 1992 war Uwe Scharfenecker Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei dem ebenfalls der Diözese Rottenburg-Stuttgart angehörigen Professor Hubert Wolf am Fachbereich Katholische Theologie der Universität Frankfurt. In der Diözese Limburg war er in dieser Zeit als Seelsorger tätig. Im Jahr 1996 wurde Scharfenecker zum Dr. theol. promoviert – mit einer Arbeit über „Die Katholisch-Theologische Fakultät Gießen 1830-1859. Ereignisse – Strukturen – Personen“. Die Verbindung zur Diözese Rottenburg-Stuttgart und zu der Tübinger Katholisch-Theologischen Fakultät war auch hier gegeben, denn in Gießen wirkten unter anderem die bedeutenden Tübinger Theologen Franz Anton Staudenmaier und Johannes Evangelist Kuhn. Ab 1996 war Uwe Scharfenecker Pfarrvikar mit dem Titel Pfarrer in der Pfarrei St. Bonifatius in Aalen-Hofherrnweiler; seit 1997 ist er Pfarrer der Pfarrei St. Dionysius in Neckarsulm; im Mai 2006 wurde er zum Dekan des Dekanats Heilbronn-Neckarsulm gewählt. Scharfenecker ist auch Mitglied im Vorstand des Geschichtsvereins der Diözese Rottenburg-Stuttgart und im Stiftungsrat der Stiftung „Wegzeichen – Lebenszeichen – Glaubenszeichen“.

Der Aufgabenbereich des künftigen Leiters der Hauptabteilung I umfasst ein breites Spektrum. Dazu gehört die Ausbildung der Priester, Diakone, Pastoral- sowie Gemeindereferentinnen und –referenten. Ebenso die Verantwortung für die Diözesanstelle Berufe der Kirche, das Priesterseminar der Diözese in Rottenburg; das Theologenkonvikt Wilhelmsstift, das Theologische Vorseminar Ambrosianum, das Theologische Mentorat der Diözese in Tübingen sowie das Religionspädagogische Mentorat in Rottenburg. Und schließlich die Vertretung der Diözese gegenüber der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen, der Katholischen Fachhochschule in Freiburg sowie der Fachakademie zur Ausbildung von Gemeindereferentinnen und –referenten in Freiburg.