Neue Ständige Diakone für die Diözese

Rottenburg. 29. Mai 2017. Unter dem Leitwort „Handle danach und du wirst leben“ (Lk 10,28) weiht Bischof Gebhard Fürst am Samstagvormittag (3. Juni) im Münster Mariä Geburt in Zwiefalten sechs Männer durch Handauflegung und Gebet zu Diakonen. Alle Geistlichen werden nach Beendigung ihrer theologischen Studien, der Absolvierung einer pastoral-praktischen Ausbildung und nach der Prüfung ihrer Berufung als Diakone im Zivilberuf tätig sein. Die Ausbildung zum Ständigen Diakon erfolgt berufsbegleitend und dauert dreieinhalb Jahre.

In der Diözese Rottenburg-Stuttgart weihte der damalige Bischof Carl Joseph Leiprecht 1968 erstmals neun verheiratete Männer zu Diakonen und belebte damit dieses alte kirchliche Amt in seiner Diözese neu. Derzeit sind in der württembergischen Diözese 291 Diakone in der Seelsorge tätig. Deutschlandweit sind rund 2.400 Diakone aktiv, davon 1.500 im Zivilberuf und 900 im Hauptberuf. Die weltweit ersten Ständigen Diakone wurden 1968 in den Diözesen Rottenburg-Stuttgart und Köln geweiht. Über 40.000 Diakone, großenteils verheiratete Männer, sind heute weltweit im Dienst.

Geweiht werden:

Stefan Heymann (50) stammt aus Tübingen und lebt auch dort. Er ist verheiratet und Vater von zwei Söhnen. Er arbeitet als selbstständiger Ingenieur in der Softwareentwicklung. Über viele Jahre war er im Kirchengemeinderat und Liturgieausschuss sowie als Lektor und Kommunionhelfer engagiert. Nach der Weihe wird er als Diakon im Zivilberuf in der Kirchengemeinde St. Paulus in Tübingen tätig sein. Schwerpunkte sind die Koordinierung der caritativen Aufgaben und die Begleitung von Paaren auf dem Weg zur Eheschließung und danach.

Markus Hutter (50), wurde in Laupheim geboren, ist verheiratet, hat vier Kinder und drei Enkelkinder und lebt in Illerrieden. Er erlernte den Beruf des Industrieelektrikers, in dem er bis heute tätig ist. In der Kirchengemeinde war er als Lektor, Kommunionhelfer und Leiter von Wortgottesfeiern aktiv. Nach der Weihe wird er als Diakon im Zivilberuf in der Kirchengemeinde Zum Heiligen Kreuz in Illerrieden, Dekanat Ehingen-Ulm, tätig sein. Schwerpunkt ist die Hospizarbeit.

Alexander Kaiser (37) wurde in Freiburg im Breisgau geboren. Er ist verheiratet, Vater von zwei Kindern und lebt in Stuttgart. Nach einem Betriebswirtschafts-Studium arbeitete er in Basel und Freiburg. Seit 2008 ist er als Projektleiter für internationale Messen und Kongresse tätig. Nach der Weihe wird er als Diakon im Zivilberuf in der Kirchengemeinde St. Elisabeth in Stuttgart-West engagiert sein. Sein Schwerpunkt ist die Vernetzung der diakonischen Arbeit in der Gesamtkirchengemeinde.

Bertram Löffler (47) wurde in Horb geboren, er ist verheiratet, Vater von drei Kindern und lebt in Rottenburg. Nach seiner Ausbildung zum Krankenpfleger und Rettungsassistenten war er zehn Jahre im Rettungsdienst in Tübingen im Einsatz. Seit 2002 arbeitet er bei der Daimler AG im Werksärztlichen Dienst. In seiner Heimatgemeinde St. Moriz in Rottenburg war er in der Ministrantenarbeit aktiv, später in der Taufkatechese, als Kantor, Schola- und Chorsänger. Nach der Weihe wird er in der Seelsorgeeinheit Rottenburg als Diakon im Zivilberuf tätig sein mit dem Schwerpunkt Kranken- und Seniorenpastoral.

Oliver Mayer (44) wurde in Ulm-Söflingen geboren und lebt in Pflummern. Er ist beschäftigt bei der Deutschen Bahn im Gebiet der DB Regio Alb-Bodensee. Über viele Jahre war er im Kirchengemeinderat sowie als Lektor, Kommunionhelfer und Leiter von Wort-Gottes-Feiern tätig. Nach der Weihe wird er als Diakon im Zivilberuf in der Kirchengemeinde Mariä Unbefleckte Empfängnis in Unlingen, Dekanat Biberach, tätig sein. Schwerpunkte sind die Trauerpastoral sowie die Koordinierung der caritativen Dienste in der Seelsorgeeinheit Bussen.

Michael Raditsch (46) wurde in Welzheim geboren und lebt in Bad Mergentheim-Löffelstelzen. Nach seiner Ausbildung zum Krankenpfleger und Logopäden arbeitete er in verschiedenen Krankenhäusern, bevor er stellvertretender Hausoberer des Caritas-Krankenhauses Bad Mergentheim und der Seniorendienste Tauberfranken wurde. Er engagiert sich im Walldürner Wallfahrtsverein und ist als Lektor, Kommunionhelfer und Leiter von Wortgottesfeiern aktiv. Nach der Weihe wird er als Diakon im Zivilberuf in der Kirchengemeinde Zur Heiligsten Dreifaltigkeit in Löffelstelzen, Dekanat Mergentheim, tätig sein. Seine Schwerpunkte sind der caritative Bereich und die Arbeit mit freiwillig Engagierten.

  • Weihen und Beauftragungen 2017