Noch mal leben vor dem Tod

Die Vorbereitungen für diese von den Bereichen Erwachsenenbildung der beiden großen Kirchen in Baden-Württemberg und der Evangelisch-methodistischen Kirche organisierte Ausstellung laufen auf Hochtouren. Der Fotograf Walter Schels machte ein Jahr lang in Hospizen Aufnahmen von Menschen in ihrer letzten Lebensphase und nach ihrem letzten Atemzug. Die Journalistin Beate Lakotta dokumentierte Gespräche mit den Sterbenden, ihre Erfahrungen, Ängste und Hoffnungen.

Bei dem Foto-/Textprojekt entstanden anrührende Bilder und einfühlsame Portraits von Menschen, die ihrem Tod sehr nahe sind. Eröffnet wird die ökumenisch getragene Ausstellung in Anwesenheit der Künstler Lakotta und Schels vom Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Gebhard Fürst mit einem Vortrag „Hoffnungsvoll leben – vom Umgang mit Sterben und Tod. Kulturstaatssekretär Georg Wacker spricht zur Vernissage ein Grußwort. Der Bischof der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, Frank Otfried July, beendet die Ausstellung am 20. Dezember mit einem Vortrag „Vom Geboren werden und Sterben müssen“. Die Fotos sind dargestellt auf insgesamt 49 quadratischen Tafeln mit einer Fläche von je einem Quadratmeter. Sie zogen auf bisherigen Ausstellungen weltweit viele Tausende Besucher an, zuletzt in Wien.

Zu der mehrfach ausgezeichneten Ausstellung gibt es einen mit dem Deutschen Fotobuchpreis gewürdigten Band von Schels/Lakotta „Noch mal Leben vor dem Tod – wenn Menschen sterben“. In Stuttgart haben die Organisatoren ein von der Landesstiftung Baden-Württemberg unterstütztes Begleitprogramm mit wissenschaftlichen, kulturellen und spirituellen Veranstaltungen geplant. Es werden Führungen für Erwachsene und Schulklassen angeboten. Es handelt sich dabei um ein Angebot der Landesstiftung im Rahmen ihres Programms „Neue Brücken bauen …. zwischen Generationen, Kulturen und Institutionen“. Die Ausstellung insgesamt wird getragen von der „Kirchlichen Landesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung in Baden-Württemberg“ (Kilag). In der Kilag zusammengeschlossen sind die Institutionen für Erwachsenenbildung der Diözese Rottenburg-Stuttgart, der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, der Erzdiözese Freiburg, der Evangelischen Landeskirche in Baden und der Evangelisch-methodistischen Kirche.

Die Ausstellung ist täglich geöffnet von 9 bis 20 Uhr, donnerstags bis 22 Uhr.

Weitere Informationen bei der Kirchlichen Erwachsenenbildung (keb) der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Dr. Anke Sindermann, Jahnstraße 32, 70597 Stuttgart, Telefon (0711) 9791- 205, Email: nochmalleben(at)bo.drs.de sowie auf der Internet-Homepage www.noch-mal-leben-stuttgart.de.

Uwe Renz