Notsituation ja, Notlösung nein

Mit Blick auf den Priestermangel sagte er bei einem Treffen mit 600 solcher Ehrenamtlichen am Samstag im Kloster Untermarchtal, sie engagierten sich in einer pastoralen Notsituation. „Eine Notlösung aber ist ihr Dienst nicht.“ Seit 1977 werden in der Diözese Rottenburg-Stuttgart Wortgottesdienstleiterinnen und -leiter ausgebildet. Derzeit haben 3.628 Personen eine Beauftragung für diesen Dienst; 10.040 Frauen und Männer sind beauftragt, in Gottesdiensten und bei Krankenbesuchen die Kommunion zu spenden.

Bischof Fürst rief dazu auf, Wortgottesfeiern -Feiern mit Bibellesung, Gebet, Liedern und Ansprache als würdige Formen des Gottesdienstes zu stärken. Diese Feiern in das liturgische Leben, dort wo die Not es erfordert, ebenso zu integrieren wie die heilige Messe, sei Aufgabe aller Gläubigen und Dienste in den Gemeinden. Wort-Gottes-Feiern werden an Sonntagen zunehmend dort gehalten, wo eine Seelsorgeeinheit mehrere Gottesdienstorte hat. Auch in Alten- und Pflegeheimen halten Wortgottesdienstleiterinnen und -leiter solche Feiern. Gläubige sollten „sich im pastoralen Nahbereich zum Gottesdienst versammeln können“, sagte der Bischof.

Uwe Renz