Ökumenischer Gehörlosen-Kirchentag in Ehningen

Den Gottesdienst in der Ehninger Festhalle gestalten Prälatin Gabriele Wulz und Dompräbendar Heinrich Maria Burkard. Für Gehörlose wird er in Gebärdensprache übersetzt, für Taubblinde machen fühlbare Figuren das Gesagte erlebbar. Außerdem bekommen sie das Gesagte in die Hand gelormt, also geschrieben. Schwerhörige können das Gesprochene mittels einer Höranlage verstehen. Beginn des Gottesdienstes ist um 10.30 Uhr.

Im Anschluss an den Gottesdienst treten der Stuttgarter Gebärdenchor und die Jazztanzgruppe des Gehörlosen-Sportvereins Rottenburg auf. Nach der musikalischen Darbietung werden sie alles nochmals bei absoluter Stille vorführen. Dadurch spüren gut hörende Menschen das besondere Gefühl für Takt und Rhythmus der Beteiligten. Ab 13 Uhr heißt es auf der Festwiese „Anpfiff“: Torwandschießen, Aktivitäten zum Zuschauen und Mitmachen, Spiele, das Kasperle, Informationsstände und der Taubblinden-Treff laden ein. Um 15 Uhr findet in der Festhalle der Abschluss des Tages mit Überraschungen aus der Welt des Fußballs, der Ziehung der Gewinner aus der Anmeldelotterie und dem Auftritt der Jazztanzgruppe statt.

Der alle zwei Jahre stattfindende Kirchentag ist erstmals seit dem Jahr 2000 wieder ökumenisch organisiert. Das Landesgehörlosenpfarramt der württembergischen Diakonie und die Seelsorge bei Menschen mit Hörschädigung in der Diözese Rottenburg-Stuttgart erwarten zu dem Ereignis, zu dem auch gut hörende Menschen eingeladen sind, mindestens 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer – darunter viele gehörlose, ertaubte, schwerhörige und taubblinde Menschen. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht nötig.