Offen für alle Menschen, die in Not sind und mit Problemen kommen

Derzeit haben 24 Frauen und Männer dort Aufnahme gefunden. Die engagierte Katholikin und Mutter von vier erwachsenen Kindern leitet die OASE von Anfang an ehrenamtlich.

Ministerpräsident Oettinger hob in seiner Würdigung besonders hervor, dass Elke Mildner, die selbst alkoholkrank war, ihre Erfahrungen nicht für sich behalte, sondern andere Menschen darin unterstütze, ihrem Leben wieder eine neue Richtung zu geben. Mildner unterstützt die Gäste der OASE, die oft durch schwere gesundheitliche und psychische Folgen ihrer Erkrankung belastet oder deren familiäre Beziehungen gescheitert sind, nicht nur bei Behördengängen, Bewährungsauflagen oder bei der Bewältigung des oft schwierigen Alltags, sie versucht auch, ihnen neue Perspektiven für ein sinnvolles Leben aufzuzeigen. Die „Katakombe“, eine Kellerkirche in ihrem Wohnhaus, ist für viele zur Heimat geworden. Viele fühlten sich dort so wohl, sagte Oettinger, dass sie gar nicht mehr weg wollten.

Über den Kreis der unmittelbar in der OASE betreuten Personen hinaus arbeitet die OASE auch mit ehemaligen Alkoholikern, die auf einen Therapieplatz warten, berät und begleitet Angehörige. Nicht selten müssen schwierige Konflikt- und Krisensituationen bewältigt werden. Durch eine aktive Vortragstätigkeit sensibilisiert Frau Mildner auch das Bewusstsein in der Öffentlichkeit für die Probleme des Alkoholismus. „Frau Mildner ist offen für alle Menschen, die in Not sind und mit Problemen zu ihr kommen“, heißt es in der Begründung für die hohe Auszeichnung.

2005 wurde die Elke-Mildner-Caritas-Stiftung ins Leben gerufen. Die Stiftung fördert die sozialarbeiterische, therapeutische und spirituelle Begleitung von Menschen mit besonderen sozialen und alkoholbedingten Schwierigkeiten in Rottenburg und im Landkreis Tübingen.