Offene Tür als Hoffnungszeichen

In langjähriger Tradition feiern sie an diesem Tag mit ihnen Gottesdienste und tauschen sich aus. Als Zeichen der Hoffnung auf Zukunft schenken sie den Insassen in diesem Jahr Fotokarten mit dem Bild einer ins Freie führenden Tür. Die Fotomontage haben Gefangene der JVA Heimsheim zusammen mit ihrem Gefängnisseelsorger angefertigt.

Bischof Fürst besucht am Vormittag von Heiligabend Gefangene in der JVA Schwäbisch Hall. Weihbischof Kreidler feiert zur gleichen Zeit in der JVA Heilbronn einen ökumenischen Gottesdienst mit den Gefangenen, in Ulm besucht Weihbischof Renz vormittags Untersuchungshäftlinge und am Nachmittag Insassen der Hauptanstalt. Mit ihren Besuchen wollen die Bischöfe ausdrücken, dass auch Menschen, die straffällig geworden sind, von Gott angenommen sind und in dieser Gewissheit auf Neubeginn hoffen dürfen.

Für das Kartenmotiv entschied sich die Heimsheimer JVA-Fotogruppe, weil die Tür für Gefangene eine besondere Bedeutung hat. Für sie sind auch an Weihnachten alle Türen verschlossen. „Weihnachten ist die Tür zum Leben“ steht über dem Bild. 3.000 dieser Karten verteilen die Gefängnisseelsorger zum Fest der Geburt Christi. Die Tür des eigenen Herzens für Gott aufzumachen, darum geht es den Häftlingen: „Wenn wir ihm öffnen und ihn einlassen – dann können Himmel und Erde einander berühren“, schreiben sie im Innenteil der Karte, in der das Adventslied „Macht hoch die Tür“ zitiert wird.

Uwe Renz