„Ort der Hoffnung und Heilung“

Rottenburg/Berlin. 16. Oktober 2015. Bundesregierung und Diözese Rottenburg-Stuttgart haben gemeinsam Grund, Manfred Makowitzki zu gratulieren: Der Flüchtlingshelfer aus Ulm hat jetzt aus den Händen von Staatsministerin Özoguz zusammen mit weiteren sieben Personen die Integrationsmedaille der Bundesregierung erhalten. Makowitzki organisiert seit 1995 das von der württembergischen Diözese unterstützte Behandlungszentrum für Folteropfer Ulm (BFU). Diese Einrichtung hat 450.000 Euro aus dem diözesanen Zweckerfüllungsfonds Flüchtlingshilfen erhalten.

Das BFU hilft traumatisierten Opfern von Folter, Kriegsverbrechen und Gewalt, Zugang zum normalen Alltag zu finden. Es schließt damit eine Versorgungslücke in der medizinischen und psychosozialen Betreuung traumatisierter Flüchtlinge und Migranten. Reguläre staatliche Unterstützung ist für Zentren wie das BFU bisher nicht vorgesehen, wie die Leiterin der Hauptabteilung Caritas der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Irme Stetter-Karp, betont. Sie seien deswegen auf Spenden und Projektmittel angewiesen. Stetter-Karp:„Wir werden auch in den kommenden Monaten alles in unseren Kräften Stehende tun, um traumatisierten Flüchtlingen, die durch die Hölle gegangen sind, einen Ort der Hoffnung und Heilung zu geben."