Orte heilsamer Nähe und Zuwendung

Es solle darin „Raum und Zeit“ geben „für die, die vor verschlossenen Türen ihres Lebens stehen, die den roten Faden ihres Lebens verloren haben“. Dies hat Bischof Gebhard Fürst am Donnerstag bei einer Feier zum 50-jährigen Bestehen des Familienerholungswerkes der Diözese Rottenburg-Stuttgart in Langenargen betont. Mit der Frage: „Was unterscheidet ein Familienerholungswerk der Kirche von Einrichtungen anderer Träger?“, brachte er die Feier in Zusammenhang mit dem Leitgedanken des „Jahres der Berufung“ in der Diözese: „Gottes Ruf auf der Spur. Entdeck den roten Faden deines Lebens“. Das Beispiel Jesu führe für die Mitarbeitenden des Familienerholungswerks zu ganz konkreten Konsequenzen, betonte der Bischof. „Halten wir unsere Türen einladend offen für die Menschen, die in schweren familiären Beziehungen Zeit und Raum brauchen, um zu sich selbst und zu einander zu finden“, appellierte der Bischof an seine Zuhörer. Das könne auch bedeuten, „mit allen ideellen und finanziellen Mitteln Raum für die zu schaffen, die sich anderswo Raum und Zeit nicht leisten können“. Diese Offenheit müsse besonders auch „seelisch und körperlich Bedrückten“ gelten sowie Menschen, „die von sich selbst, ihrem Leben und ihren Mitmenschen gestresst seien“. Am allermeisten hätten diese Menschen „unsere heilsame Nähe und Zuwendung“ nötig, sagte Bischof Fürst.