Partnerschaft mit Burundi auf gutem Weg

Rottenburg. 3. Juni 2014. Die zwischen Baden-Württemberg und dem afrikanischen Staat Burundi kürzlich geschlossene Partnerschaftsvereinbarung sieht die Diözese Rottenburg-Stuttgart als stabile Basis für weitere Kooperation. Die Diözese unterstützt Burundi seit 1961 personell und finanziell. „Mit der Vereinbarung können wir unser Engagement stabilisieren und ausbauen“, sagte der Geschäftsführer der Hauptabteilung Weltkirche, Johannes Bielefeld, am Dienstag nach der Rückkehr aus Burundi. Er gehörte einer Delegation des Landes unter der Leitung des Landesministers für auswärtige Angelegenheiten, Peter Friedrich, an.

Mit der Vereinbarung sollen die 1985 durch den damaligen Landtagspräsidenten Erich Schneider begründeten Beziehungen zwischen Baden-Württemberg und Burundi auf eine breitere Basis gestellt werden. Dabei sind vor allem Kommunen, Kirchen, Stiftungen, Unternehmen und Vereine im Blick. Die Diözese unterhält die ältesten und intensivsten Beziehungen mit Burundi, dessen Bevölkerung zu 65 Prozent katholisch ist. Sie unterstützte bisher 270 Projekte in den acht Diözesen Burundis mit zwei Millionen Euro. Noch heute arbeiten die schwäbischen Priester Benno Baumeister und Walter Stärk sowie die Schönstattschwestern Bernita Kiebler, Janine Ohmacht und Lisette Seitzer in Burundi, teils seit mehr als 50 Jahren.

Das 28.000 Quadratkilometer große und 9 Millionen Einwohner zählende Burundi wird als „Herz Afrikas“ bezeichnet. Trotz zunehmender Touristenzahlen zählt der ostafrikanische Staat zwischen Tanganjika-See und Tansania zu den ärmsten Ländern der Welt, in dem 43 Prozent der Menschen hungern und unter Menschenrechtsverletzungen leiden.