„Pater-Rupert-Mayer-Jahr“ in der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Zum 25. Mal jährt sich am 3. Mai die Seligsprechung des aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart stammenden Jesuiten, die Papst Johannes Paul II. 1987 in München vorgenommen hatte.

P. Rupert Mayer wurde am 23. Januar 1876 in Stuttgart geboren. Nach dem Theologiestudium in Tübingen wurde er am 2. Mai 1899 in Rottenburg am Neckar zum Priester geweiht und war vom Juni desselben Jahres bis August 1900 Vikar im Spaichinger Ortsteil Hofen. Am 1. Oktober 1900 trat er in den Jesuitenorden ein. Nach 1937 wurde er wegen seines Widerstands gegen die Nationalsozialisten mehrmals inhaftiert; u. a. verbrachte er von November 1939 bis August 1940 ein Dreivierteljahr im KZ Sachsenhausen und wurde anschließend bis zum Kriegsende im Mai 1945 im Kloster Ettal interniert. Am 1. November 1945 starb P. Rupert Mayer in München.

Die Diözese Rottenburg-Stuttgart ehrt P. Rupert Mayer in Gottesdiensten und Veranstaltungen, die im einzelnen noch festgelegt werden, an Stätten seines Lebens und Wirkens im Diözesangebiet: Stuttgart, Tübingen, Rottenburg und Spaichingen. Verbindlich fest stehen bereits jetzt ein Abendgottesdienst am 2. Mai, dem Gedenktag seiner Priesterweihe, im Rottenburger Dom sowie – im Rahmen eines umfassenderen Festprogramms – ein Pontifikalgottesdienst mit Bischof Gebhard Fürst in Spaichingen am 6. Mai.

Dr. Thomas Broch