Pfarrer bittet Bischof um Entpflichtung von seinen bisherigen Aufgaben

Grund für diesen Schritt sind Vorwürfe sexueller Belästigung eines Jugendlichen, die vor kurzem gegen ihn erhoben worden sind. Sie betreffen nicht seine Zeit als Priester und Pfarrer, sondern seine Zeit als junger Erwachsener, also noch vor seinem Theologiestudium und seinem Eintritt in den Klerikerstand. Die erhobenen Vorwürfe verletzen keine Strafgesetze und wären ohnehin verjährt. Als Seelsorger hat der Geistliche seinen Dienst in sehr qualifizierter Weise versehen und sich nichts zuschulden kommen lassen.

Der Pfarrer hat sich zu dem Verzicht auf die bislang ausgeübten Ämter nach eigenen Worten entschlossen, um Belastungen für die ihm anvertrauten Menschen, für Mitarbeitende und für die Diözese zu vermeiden. Bischof Fürst hat seinem Wunsch zur Entpflichtung entsprochen. Bereits unmittelbar nach Bekanntwerden der Vorwürfe hatte er ihn aufgefordert, seine Ämter bis auf Weiteres ruhen zu lassen, um eine rasche und umfassende Klärung zu ermöglichen und Perspektiven der künftigen Berufsausübung als Priester zu prüfen.