Pfarrer tritt Pfarrstelle in Stuttgart-Sillenbuch nicht an

Dieser Schritt war notwendig geworden, da Mitte der vergangenen Woche eine Anzeige beim Bischöflichen Ordinariat eingegangen war, in der der Geistliche eines sexuellen Übergriffs in den frühen 1980er Jahren an einem damals etwa 17-jährigen Jugendlichen beschuldigt wird. Nach weltlichem Recht und Kirchenrecht sind die Vorkommnisse strafrechtlich verjährt.

Die seit 2009 vakante Pfarrstelle in der Seelsorgeeinheit „St. Augustinus – Stuttgart-Filder“ war dem Geistlichen im April 2010 verliehen worden. Die offizielle Amtseinführung (Investitur) sollte am 29. September stattfinden. Die jetzt vorgebrachten Beschuldigungen waren zum Zeitpunkt der Verleihung der Pfarrstelle nicht bekannt.

Wie grundsätzlich bei derartigen Vorkommnissen, hat Bischof Fürst den zuständigen Diözesanrichter per Dekret angewiesen, die erforderlichen Ermittlungen aufzunehmen. Die Kommission sexueller Missbrauch wird über das weitere Vorgehen beraten und dem Bischof ihre Empfehlungen vorlegen.