Pioniere des christlichen Lebens

Rottenburg. 10. Oktober 2015. Als Pioniere des christlichen Lebens hat Bischof Gebhard Fürst Ordensleute gewürdigt. Sie verfügten in ihren Gemeinschaften über besondere Freiheit und Kreativität zur christlichen Nachfolge, sagte der Bischof am Samstag in Rottenburg beim Tag der Orden und geistlichen Gemeinschaften. Zu dieser zentralen Veranstaltung in dem von Papst Franziskus ausgerufenen Jahr des geweihten Lebens waren über 500 Ordensfrauen und –männer gekommen. In der Orientierung an ihren Gründergestalten würden die geistlichen Orden christliches Engagement in ganz unterschiedlichen Formen gestalten und so wegweisende Impulse für die Kirche geben, unterstrich Bischof Fürst.

Der Papst hatte in seinem Aufruf zum Jahr des geweihten Lebens betont, dass während dieser Monate die Freude und Gemeinschaftsfähigkeit der Orden deutlich werden solle. In Rottenburg wiesen Vertreter der Orden darauf hin, dass sie bewusst dem Papst auch folgten, wenn sie an die Ränder der Gesellschaft gingen. Ordensfrauen und –männer engagieren sich in der Diözese Rottenburg-Stuttgart unter anderem in der Bildungs- und Erziehungsarbeit, an sozialen Brennpunkten, im Gesundheitswesen, der Flüchtlingsarbeit oder in der geistlichen und seelischen Begleitung von Menschen. „Sie setzen oftmals Ausrufezeichen gerade dort, wo andere noch gar nicht hinschauen“, sagte Bischof Fürst den Ordensleuten.

Bei ihrem Treffen diskutierten die Ordensleute, wie sie mit ihrem jeweiligen Profil in die Zukunft gehen. In Rottenburg besuchten sie am Nachmittag Orte der Pastoral, vom Dom über Priesterseminar und Diözesanmuseum bis zu diakonischen Projekten wie „Oase“ oder „Rasthaus“ für sozial benachteiligte Menschen.