Priesterliche Sendung als Liebesdienst für die verwundeten Herzen

Bischof Gebhard Fürst dankte den Weihekandidaten für ihr „Ja“, sich von Gott in den Dienst nehmen zu lassen: Die sieben jungen Männer seien bereit, in der gegenwärtigen Zeit die befreiende und heilsame Botschaft Jesu Christi lebendig werden zu lassen. Als Menschen die an Christus Anteil haben, seien sie bereit, „an den heute oft so aufgescheuchten Seelen, obdachlos gewordenen Menschen und verwundeten Herzen“ heilsam zu wirken, sagte der Bischof.

m Leben, Sterben und in der Auferstehung Jesu habe das priesterliche Amt seine Wurzel. Jesu Ziel sei es gewesen, Menschen in seine Lebens- und Dienstpraxis hinein zu nehmen und sie zu neuem Sein und Handeln zu befreien. In der Nachfolge Jesu würden sie so nicht selbst zu Herren und Meistern, sondern blieben „von Christi dienender und reinigender Liebeskraft durchformte Jünger“, so Bischof Fürst.

Nach den Worten des Bischofs steht in diesem Zusammenhang auch die Weihe zum Priester: Sie sei Beauftragung, „Christus in der Vollgestalt seiner Liebe darzustellen“. Das priesterliche Amt mache die Weihekandidaten zu Verkündern „der in Christus den Menschen leibhaftig begegneten Liebe Gottes mit Geist, Verstand, Herz und Hand“, so Bischof Fürst. Daraus begründe sich ihre Vollmacht, wie Christus selbst den Verlorenen, Verletzen und Niedrigsten in dienender Liebe zu begegnen. So verstanden sei die Bestimmung nicht anmaßend, im priesterlichen Amt Christus in seinem Leben und Wirken lebendig darzustellen. In diesem Sinne seien auch die Weihekandidaten in die Nachfolge Christi Berufene, von Christus Ergriffene und von seiner Liebe Durchformte, sagte der Bischof.

Durch Handauflegung und Gebet des Bischofs wurden die sieben Diakone anschließend zu Priestern geweiht. Ebenso legten alle anwesenden Priester den neu Geweihten als Zeichen ihrer Aufnahme in die Gemeinschaft der Priester der Diözese Rottenburg-Stuttgart die Hände auf.

Ihre erste Heilige Messe, die Primiz, feiern die Neugeweihten acht Tage nach ihrer Weihe, am 23. Juli, in ihrer Heimatgemeinde (mit Ausnahme von Jochen Boos, der sie eine Woche später, am 30 Juli, feiert).

Geweiht wurden:

Christian Albrecht, geb. 27.3.1977 in Rottweil; Heimatgemeinde Heilig Kreuz in Rottweil; Studium in Tübingen und Stettenbosch/ Südafrika; Diakonat in St. Maria in Ditzingen, St. Peter und Paul in Gerlingen; Heilige Dreifaltigkeit in Hirschlanden.

Jochen Boos, geb. 6.5.1963 in Baiersbronn; Heimatgemeinde Mariä Himmelfahrt in Baienfurt; Maurermeister und Baukaufmann; Studium in St. Lambert/Lantershofen; Diakonat in den Seelsorgeeinheiten Munderkingen und Donau-Winkel.

Cornelius Franz, geb. 8.4.1977 in Waiblingen; Heimatgemeinde St. Johannes der Täufer in Korb; Studium in Tübingen und Fribourg/Schweiz; Diakonat in der Seelsorgeeinheit Ravensburg-West mit Schmalegg, Taldorf, Bauendorf und Eggartskirch.

Philipp Kästle, geb. 28.10.1977 in Ulm; Heimatgemeinde Mariä Himmelfahrt in Ulm-Söflingen; Studium in Tübingen und Rom; Diakonat in St. Petrus und Paulus in Schwieberdingen und St. Maria in Möglingen.

Gerwin Klose, geb. 12. 7. 1977 in Heidenheim/Brenz; Heimatgemeinde. St. Peter und Paul in Niederstotzingen; Studium in Tübingen und Brixen/Südtirol; Diakonat in St. Elisabeth in Tailfingen und, St. Antonius in Trochtelfingen.

Markus Schönfeld, geb. 11.1.1968 in Tettnang; Heimatgemeinde St. Petrus und Paulus in Laimnau; Examinierter Krankenpfleger; Studium in St. Lambert/Lantershofen; Diakonat in St. Augustinus in Heilbronn.

Timo Weber, geb. 19.7.1977 in Göppingen; Heimatgemeinde St. Thilo in Heiningen; Studium in Tübingen und Brixen/Südtirol; Diakonat in St. Martin in Rottenburg, St. Jakobus in Seebronn, St. Laurentius in Hailfingen.