Priesterweihe in Neuhausen auf den Fildern

Zuvor waren sie bereits ein Jahr als Diakone in verschiedenen Gemeinden der Diözese seelsorgerlich tätig.

Der Weihegottesdienst beginnt um 9:30 Uhr. Anschließend sind die Mitfeiernden zu einem Stehempfang mit den Neupriestern eingeladen. Eine Dankandacht um 16.30 Uhr beschließt die liturgischen Feiern.

Nachstehend die Namen der Weihekandidaten und Hinweise zu ihren Biographien:

Ronald Bopp, 30 Jahre alt, wurde in Wangen im Allgäu geboren und ist in Vogt bei Ravensburg aufgewachsen. In Ravensburg hat er auch 1997 das Abitur gemacht. Nachdem er im bischöflichen Studienkolleg Ambosianum in Ehingen an der Donau Kenntnisse in alten Sprachen erworben hatte, studierte er in Tübingen und in London katholische Theologie. Dabei lag sein wissenschaftlicher Schwerpunkt auf der Praktischen Theologie. Vor seinem Eintritt ins Rottenburger Priesterseminar bekam er in einem viermonatigen Praktikum in Ulm bereits konkrete Einblicke in die Seelsorgstätigkeit. Nach der Weihe zum Diakon am 16. Februar 2008 wirkte er im Diakonatsjahr in der zum Dekanat Rottenburg gehörigen Seelsorgeeinheit „Eichenberg“ mit, zu der die Pfarreien in Dettingen, Frommenhausen, Hemmendorf, Hirrlingen und Schwalldorf gehören. Als Primizspruch hat Ronald Bopp das Bibelwort ausgewählt: „Euch aber muss es zuerst um sein Reich und um seine Gerechtigkeit gehen, dann wird euch alles andere dazugegeben.“

Jens Peter Brodbeck wurde im März 1970 in Stuttgart geboren und wuchs in Ditzingen auf, wo er bis zum Abitur im Jahr 1989 die Schule besuchte. In den folgenden Jahren leistete er zunächst Zivildienst und war danach, neben dem Studium, vier Jahre lang im Rettungsdienst tätig. Von 1990 bis 1996 studierte er an der Universität Stuttgart „technisch orientierte Betriebswirtschaftslehre“ und arbeitete danach fünf Jahre lang als Produktmanager in der Telekommunikationsbranche in Kerpen am Niederrhein, Bonn und Stuttgart. Danach, im Jahr 2001, besuchte er für ein Jahr zum Erlernen alter Sprachen das Bischöfliche Studienkolleg Ambrosianum in Ehingen an der Donau, um zwischen 2002 und 2007 in Tübingen und Rom katholische Theologie zu studieren. In seiner Diplomarbeit befasste er sich mit Grundsatzfragen einer Pastoral für Führungskräfte in der Privatwirtschaft. Am 16. Februar 2008 wurde er zum Diakon geweiht. Im anschließenden Diakonatsjahr war er in der Pfarrei St. Joseph in Sindelfingen tätig.

Andreas Gälle, im März 1981 geboren, wurde in Tettnang geboren, ist im oberschwäbischen Meckenbeuren aufgewachsen und hat in Ravensburg das Abitur gemacht. Nach einem einjährigen Aufenthalt zum Erlernen der alten Sprachen am bischöflichen Studienkolleg Ambrosianum in Ehingen an der Donau hat er zwischen 2002 und 2007 in Tübingen und in Rom katholische Theologie studiert. Einen besonderen wissenschaftlichen Schwerpunkt hat er auf die Neuere Kirchengeschichte gelegt; seine Diplomarbeit galt den Erfahrungen eines Tübinger Theologiestudenten im Ersten Weltkrieg. Am 16. Februar 2008 wurde er zum Diakon geweiht, im anschließenden Diakonatsjahr wirkte er in der Seelsorgeeinheit „Steinlach-Wiesaz“ im Dekanat Rottenburg mit den Pfarreien Mariä Himmelfahrt in Mössingen und St. Markus und St. Paulus in Dußlingen. Als Primizspruch hat er ein Wort des durch die Nationalsozialisten ermordeten Jesuitenpaters Alfred Delp ausgewählt: „Lasst uns dem Leben trauen, weil Gott es mit uns lebt.“

Hansjörg Häuptle ist im Oktober 1978 in Ludwigsburg geboren und in Kornwestheim aufgewachsen. Nach dem Abitur im Jahr 1998 leistete er zunächst Zivildienst in einer Einrichtung der Altenpflege, um dann katholische Theologie und zusätzlich Germanistik und Kunstgeschichte zu studieren. Seinen wissenschaftlichen Schwerpunkt legte er auf das Fach Praktische Theologie und schrieb eine Diplomarbeit über das Thema: „ ‚Die Schönheit wird uns erlösen’ (Dostojewskij). Theologische Ästhetik im Gespräch mit modernen Kreuzwegdarstellungen“. Nach der Weihe zum Diakon am 16. Februar 2008 war er im Diakonatsjahr in der Seelsorgeeinheit „Südliches Strohgäu“ mit den Pfarreien in Ditzinen, Hirschlanden und Gerlingen im Dekanat Ludwigsburg tätig. Als Primizspruch hat er das Bibelwort gewählt: „„Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.“

Sebastian Kothe (31) ist im niedersächsischen Bückeburg aufgewachsen. Nach dem Abitur studierte er in Bonn und Tübingen katholische Theologie und schloss in Tübingen mit dem theologischen Diplom ab. In seiner theologischen Diplomarbeit befasste er sich im Fach Moraltheologie mit dem Thema der „Lebenskunst“. Anschließend fügte er noch vier Semester Betriebswirtschaftslehre und Philosophie in Chemnitz an. Vor seinem Eintritt ins Rottenburger Priesterseminar erwarb er seelsorgspraktische Erfahrungen bei Gemeindepraktika in Laatzen in Niedersachsen und in Tübingen. Sebastian Kothe wurde am 16. Februar 2008 zum Diakon geweiht und war im anschließenden Diakonatsjahr in der Seelsorgeeinheit „Unterm Staufen“ im Dekanat Göppingen-Geislingen tätig, zu der die Pfarreien Mariä Himmelfahrt in Rechberghausen und St. Johann Evangelist in Wäschenbeuren gehören. Als Primizspruch hat er das Bibelwort ausgewählt: „Wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.“

Wolfgang Metz wurde im März 1978 in Wangen im Allgäu geboren und ist in Heggelbach bei Leutkirch aufgewachsen. Das Abitur absolvierte er im Jahr 2000 am Technischen Gymnasium in Leutkirch, um anschließend seinen Zivildienst im Rettungsdienst zu leisten. In den Jahren 2001-2002 erlernte er am bischöflichen Studienkolleg Ambrosianum in Ehingen an der Donau alte Sprachen, zwischen 2002 und 2007 studierte er in Tübingen und Rom Theologie. Seine Diplomarbeit in Praktischer Theologie widmete sich dem Thema: „Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber es unmöglich ist zu schweigen. Eine Auseinandersetzung mit der Musik aus anthropologischer, soziologischer und theologischer Perspektive“.

Am 16. Februar 2009 wurde Wolfgang Metz im Rottenburger Dom zum Diakon geweiht. Anschließend erwarb er seelsorgerliche Erfahrungen im Diakonatsjahr in der Seelsorgeeinheit „Neckar-Baar“, zu der die Pfarreien St. Franziskus und Mariä Himmelfahrt in Villingen-Schwenningen gehören, ebenso St. Georg in Mülhausen und St. Otmar in Weigheim sowie die kroatische muttersprachliche Gemeinde Blaženi Alojzije Stepinac. Als Primizspruch hat er das Pauluswort ausgewählt: „Die Liebe Christi drängt uns.“

Michael Alois Ott, 29 Jahre alt, ist in Schramberg geboren und in Aichhalden im Kreis Rottweil aufgewachsen. Nach dem Abitur im Jahr 1998 in Rottweil leistete er zunächst einen 13-monatigen Zivildienst mit mehrfach behinderten jungen Erwachsenen in der Stiftung St. Franziskus Heiligenbronn bei Schramberg. Die Kenntnis alter Sprachen erwarb er sich am bischöflichen Studienkolleg Ambrosianum in Ehingen an der Donau. Katholische Theologie studierte er in Tübingen und in Toulouse. Während des Studiums arbeitete er als Pflegehelfer in einem Tübinger Altenpflegeheim. Bevor er ins Rottenburger Priesterseminar eintrat erwarb er sich in einem einjährigen Pastoralpraktikum in der Seelsorgeeinheit Freudenstadt-Alpirsbach erste seelsorgerliche Erfahrungen. Am 16. Februar 2008 wurde Michael Ott zum Diakon geweiht und wirkte während des anschließenden Diakonatsjahrs in Weingarten. Als Primizspruch hat er den Psalmvers ausgewählt: „Mit meinem Gott überspringe ich Mauern.“

Patrick Stauß wurde im März 1981 in Ehingen an der Donau geboren und ist in Schelklingen aufgewachsen. Die Schelklinger Herz-Jesu-Pfarrei ist heute seine Heimatgemeinde. Das Abitur absolvierte er im Jahr 2000 in Blaubeuren, gefolgt vom Zivildienst in einer Ulmer Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung. Nachdem er am bischöflichen Studienkolleg Ambrosianum in Ehingen an der Donau Kenntnisse in alten Sprachen erworben hatte, studierte von 2002 bis 2007 in Tübingen katholische Theologie. Seine theologische Diplomarbeit schrieb er über die schwierigen Verhandlungen über ein württembergisches Landeskonkordat in der Weimarer Republik; die Person des Staatspräsidenten Eugen Bolz spielt darin eine wichtige Rolle. Er wurde dafür mit dem Bischof-Carl-Joseph-von Hefele-Preis ausgezeichnet. Ein vierwöchiges Gemeindepraktikum absolvierte er in Reutlingen-Bettringen. Patrick Stauß wurde am 16. Februar 2008 zum Diakon geweiht. Im anschließenden Diakonatsjahr war er in der Rottenburger Seelsorgeeinheit „Dom“ tätig.