Pro Diaconia Christi: Zur Jubiläumsfeier in Rom

Rottenburg/Rom. 21. Oktober 2015. Mit einem viertägigen Kongress in Rom feiert das Internationale Diakonatszentrum (IDZ) sein 50-jähriges Bestehen. Der Kongress wurde am Mittwochabend eröffnet. Mehr als 500 Diakone und ihre Ehefrauen aus 37 Ländern treffen sich dazu bis zum Sonntag in der Ewigen Stadt. Der Rottenburg-Stuttgarter Bischof Gebhard Fürst, Schirmherr des IDZ, hat zum Jubiläum einen Preis „Pro Diaconia“ gestiftet. Die Preise werden am Donnerstag überreicht. Der Kongress steht unter dem Eindruck des Papstappells, die Kirche solle an die Ränder des Lebens gehen. Dieser Aufforderung fühlen sich Diakone aufgrund ihres Amtsprofils besonders verpflichtet.

Wegen der derzeit laufenden Weltbischofssynode zum Thema Familie konnte Papst Franziskus überraschend seine ursprünglich gegebene Zusage einer Privataudienz für die Diakone nicht einhalten. Auch Kardinal Rodriguez Maradiaga (Honduras) kann die Kongressteilnehmer nicht wie geplant persönlich begrüßen, ebenso wie aus gesundheitlichen Gründen Bischof Fürst. Auf dem Programm des Treffens stehen internationaler Austausch und Begegnung sowie Informationen über die Arbeit der Diakone in den verschiedenen Ländern aller fünf Kontinente.

Allein in Deutschland stieg nach IDZ-Angaben die Zahl der Diakone von der Jahrtausendwende bis 2012 um ein Drittel auf über 3.000. Das IDZ orientiert sich am Leitwort „Pro Diaconia Christi“. Sein Präsident ist der aus Stuttgart stammende und in Frankfurt-St. Georgen lehrende Theologieprofessor und Diakon Klaus Kießling.

Auf dem Zweiten Vatikanischen Konzil wurde das Amt des Diakons, das auch verheirateten Männern offen steht, als eigene und beständige hierarchische Stufe in der katholischen Kirche wieder hergestellt. Die weltweit ersten Ständigen Diakone wurden 1968 in den Diözesen Köln und Rottenburg geweiht, bereits drei Jahre nachdem das IDZ als kirchlich anerkannter Verein in Rom gegründet worden war. Weltweit gibt es derzeit 36.000 Ständige Diakone in 130 Ländern, 98 Prozent von ihnen in Europa und auf dem amerikanischen Kontinent. In Europa stieg ihre Zahl von 1991 bis 2011 von rund 5.000 auf 13.500. In den USA und Kanada verdoppelte sich dieser Wert im gleichen Zeitraum auf rund 26.000.

Hinweis: Das Internationale Diakonatszentrum IDZ im Internet: <http://diaconia-idz.org>