Nachruf

Profilierter Theologe und beliebter Seelsorger

Prof. Dr. Walter Fürst / Archivbild: DRS

Prof. Dr. Walter Fürst / Archivbild: DRS

Der Pastoraltheologe Professor Walter Fürst ist tot. Er starb am 21. Juni im Alter von 80 Jahren in Tübingen.

Professor Walter Fürst lehrte an der Universität in Bonn, engagierte sich unter anderem im Zentralkomitee der deutschen Katholiken und in der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen, die ihn als „profilierten und geachteten Kollegen“ mit großem Schülerkreis würdigte.

Nach der Emeritierung 2006 zog Walter Fürst zurück nach Baden-Württemberg und lebte seitdem nahe seinem jüngeren Bruder, dem Rottenburger Bischof Dr. Gebhard Fürst. In der Seelsorgeeinheit Gäu arbeitete er bis zuletzt in der Pastoral mit.

Walter Fürst, geboren im Dezember 1940, war 1968 durch Bischof Dr. Carl Joseph Leiprecht zum Diözesanpriester geweiht worden. Nach dem Vikariat in Schorndorf war er Repetent am Tübinger Wilhelmsstift und promovierte 1977 über den Moral- und Pastoraltheologen Johann Baptist von Hirscher. Er arbeitete bis 1980 als Pfarrer in Tübingen-Bühl. 1983 wurde er Mitglied der Rottenburger Diözesansynode unter Bischof Dr. Georg Moser.

Nach seiner Habilitation im Fach Praktische Theologie in München wurde er 1985 an die Theologische Fakultät der Universität Bonn berufen, an der er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2006 lehrte.

Gemeinsam mit Jürgen Werbick gab Walter Fürst eine neue „Katholische Glaubensfibel“ heraus, die in einer allgemeinverständlichen Sprache und auf der Höhe der theologischen Diskussion Grundbegriffe und Grundthemen des Glaubens beschrieb. Fürst hatte auch über „religiöse Entwicklung im Erwachsenenalter“ und zu Typisierungsklischees für Protestanten und Katholiken geforscht. (mit KNA)

Der Trauergottesdienst für Prof. Walter Fürst beginnt am Mittwoch, 30. Juni, um 13 Uhr im Rottenburger Dom St. Martin, um 15 Uhr ist die Beerdigung auf dem Sülchen-Friedhof. Eine Anmeldung ist erforderlich.