Reaktion auf Deutsche "Dignitas"-Niederlassung

Das Forum betonte in Stuttgart, es unterstütze alle Bestrebungen, die Vermittlung von aktiver Suizidhilfe ebenfalls unter Strafe zu stellen. Vereine wie Dignitas suggerierten, in verzweifelten Lebenssituationen den Ausweg allein im Freitod zu suchen.

Im Forum Katholische Seniorenarbeit der Diözese Rottenburg-Stuttgart bringen Haupt- und Ehrenamtliche ihre Erfahrungen ein, um ihre Zukunft und die der folgenden Generationen aktiv mit zu gestalten.

Von vielen Protesten begleitet hatte die Schweizer Sterbehilfe-Organisation "Dignitas" vor einigen Tagen in Hannover eine deutsche Zweigstelle gegründet. Ziel des Vereins ist es, schwerstkranken Menschen Ärzte zu vermitteln, die todbringende Medikamente verschreiben.

"Dignitas" - lateinisch: die Würde - hat nach eigenen Angaben seit der Gründung vor sieben Jahren insgesamt 453 Menschen beim Sterben begleitet. Rund 250 von ihnen kamen aus Deutschland. Seit 1998 ermöglicht Dignitas in der Schweiz seinen Mitgliedern den Freitod, indem man ihnen das starke Schlafmittel Natrium-Phentobarbital zur Verfügung stellt.

Dignitas stößt unter anderem bei Kirchen, Ärzteorganisationen und Politikern auf heftige Kritik. Niedersachsens Sozialministerin Ursula von der Leyen sprach sich in einer Erklärung gegen eine Ausweitung der Sterbehilfe in Deutschland aus.