„Reich an Tradition und Vitalität“

Das im Schwabenverlag (Ostfildern) jetzt erschienene, 288 Seiten starke Werk zeige, wie reich an Tradition, Vitalität und religiösen Ausdrucksformen die württembergische Diözese sei, sagte der Bischof bei der Präsentation des Buchs am Donnerstag in Stuttgart. Bei der Feier sprach der Politologe Prof. Hans-Georg Wehling über das „Trauma der Französischen Revolution“.

Als „wunderbare Lektüre für alle, die wissen wollen, wie wir geworden und was wir sind“, bezeichnete Bischof Fürst die Darstellung der Diözesangeschichte durch den aus der Diözese stammenden und in Münster/Westfalen lehrenden Kirchenhistoriker Prof. Hubert Wolf. Der Historiker habe eine relativ kurze und stürmische Geschichte auf wenigen Seiten so zusammengefasst, „dass auch die, die bei Geschichte an trockenen Stoff denken, begeistert den Wurzeln unserer Diözese nachspüren werden“.

Dem Journalisten und Historiker Helmut Engisch bescheinigte der Bischof, die Regionen in Württemberg und deren Katholiken amüsant aufgeschlüsselt zu haben. Mit großem Genuss habe er, so der Bischof, Engischs Charakterisierungen von Glauben und Leben in Oberschwaben, im Hohenlohischen, am Mittleren Neckar, im Schwarzwald oder auf der Ostalb gelesen. „Jede Region hat ihre Eigenart, jede ihre Tradition und Gegenwart, und immer ist sie geprägt von der Eigenart ihrer Bewohner“, betonte Bischof Fürst. Dem gesamten Redaktionsteam und den weiteren Autoren attestierte er, in einer „Herkulesarbeit“ einen Überblick über heutige Seelsorge, Kunst und Kirchenbau, die katholische Bildungslandschaft, Caritasarbeit, Gesellschaft und die Frömmigkeitsformen in unserer Zeit gegeben zu haben.

Glauben leben, Leben teilen – Katholisch in Württemberg, herausgegeben vom Bischöflichen Ordinariat der Diözese Rottenburg-Stuttgart, 228 Seiten mit zahlreichen Farbabbildungen, Hardcover, ISBN 978-3-7966-1528-3, 29,90 Euro.

Uwe Renz