Religiöse Gefühle anderer achten

Zu mehr Respekt und Einfühlungsvermögen gegenüber religiösen Empfindungen anderer hat Bischof Gebhard Fürst aufgerufen. In der Fernsehsendung „Zapp“ des Norddeutschen Rundfunks (NDR) betonte er am Mittwochabend, ein völliges Verweigern von Empathie gegenüber jenen, an die sich satirische Beiträge richten, sei für sein „Verständnis von Kultur, von Freiheit, nicht gegeben und nicht möglich“. Das schließe eine heftige und auch provozierende Streitkultur nicht aus, „damit etwas in Gang kommt“.

Der Beitrag der Journalisten Robert Bongen und Johannes Jolmes für „Zapp“ ist eine Kurzfassung eines Beitrags für das am heutigen Donnerstag (21:45 Uhr) zu sehende ARD-Magazin „Panorama“. Dort kritisiert Bischof Fürst lächerlich und verächtlich machende Darstellungen von Personen, wie dies ein deutsches Satiremagazin mit Papst Benedikt XVI. getan habe, indem es ihn mit verkotetem Gewand abbildete. Mit Blasphemie hätten solche Darstellungen zwar nichts zu tun, man müsse solche Unverschämtheiten auch aushalten können. „Aber das verletzt die Menschen in der katholischen Kirche, denen Papstamt und Person wichtig sind“. Jeder, der solche Produkte anbiete, müsse sich fragen, ob er nicht ungebührlich Grenzen überschreitet.

In Panorama äußern sich zum Thema neben Bischof Fürst der Erfurter Kommunikationsprofessor Kai Hafez und Muslime nach dem Freitagsgebet.